1. Mai – Helden bei der Arbeit

1. Mai – Helden bei der Arbeit ist ein in Deutschland gedrehter Episodenfilm, bestehend aus drei Episoden. Bei dem Film aus dem Jahre 2008 waren vier Regisseure beteiligt. Jede dieser Episoden handelt um das berüchtigte Maifest in Berlin. Es geht um Ausschreitungen zwischen der linken Szene und der Polizei. Demonstrationen jeglicher Art prägen die Straßen von Berlin.

In dem 1. Mai Film geht es in der 1. Episode um zwei Jugendliche, Jacob und Pelle, die sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen wollen und somit extra nach Berlin reisen. Die zweite Episode handelt von dem elfjährigen Yavuz, der sich unbedingt mit einem Polizisten schlagen will, wobei die dritte Episode aus der Sicht eines Polizisten erzählt wird, der kurz vor seinem Einsatz erfährt, dass seine Geliebte ihn betrogen hat.

1. Mai – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Alle Szenen während des Maifestes und den Demonstrationen wurden wirklich am 1. Mai in Berlin gedreht. Der Rest des Films wurde jedoch im September und Oktober weiter gedreht. Es wurde von Anfang an gemunkelt, dass es sich nicht um ein typisches Episodendrama handeln würde. Interessant dabei ist, dass die Episoden nicht nacheinander laufen, sondern miteinander verwoben sind. Nachdem ein jeder Regisseur, darunter Carsten Ludwig, Jan-Christoph Glaser, Sven Taddicken und Jakob Ziemnicki, seinen Teil des Films gedreht hatte, wurde unter dem Schnitt von Carsten Eder rund fünf Monate damit verbracht, den Film zusammen zu schneiden. Der Film kam am 30. April 2008 in die deutschen Kinos und dauert rund 90 Minuten.

Die Besetzung des Film 1. Mai – Helden bei der Arbeit lautet wie folgt:

  • Jacob Matschenz – Jacob
  • Ludwig Trepte – Pelle
  • Torsten Michaelis – Martin
  • Benjamin Höppner – Uwe
  • Oktay Özdemir – Nebi
  • Cemal Subasi – Yavuz
  • Peter Kurth – Harry
  • Hannah Herzsprung – Ratte
  • Hans Löw – Schröder
  • Maja Schöne – Elke
  • Leonie Brandis – Ingrid
  • Dirk Borchardt – Horsti
  • Hinnerk Schönemann – Demonstrant
  • Aylin Firat – Dealerin
  • Thorsten Förster – Polizist

Handlung & Story vom Film 1. Mai – Helden bei der Arbeit

In „1. Mai – Helden bei der Arbeit“ geht es um fünf Leute, die sich rein zufällig am 1. Mai am selben Platz befinden, jedoch miteinander überhaupt nichts zu tun haben. Der Treffpunkt ist Berlin, noch dazu der typische Termin um sich einmal jeglicher Gesetze zu widersetzen. Alle Geschichten spielen zeitgleich, also innerhalb von 24 Stunden. Jeder der fünf Charaktere trägt seine eigenen Probleme mit sich herum und diese werden nicht unbedingt von dem Klima des Ortes positiv beeinflusst.

In der ersten Episode geht es um die zwei Jugendlichen namens Jacob und Pelle. Diese beiden sind durchaus nette junge Männer und keine Hooligans, wollen jedoch am 1sten Mai ihren Spaß haben und fliehen deshalb aus der westfälischen Provinz nach Berlin. Jacob filmt die ganze Reise mit seiner Kamera, denn die beiden Jugendlichen wollen einmal in einer Großstadt etwas erleben. Die Auseinandersetzungen und Randale, die erwartet werden, sollen etwas Abwechslung in ihr langweiliges Leben bringen bringen. Sie wollen einfach nur dabei sein, einmal so richtig frei und gegen Staat und Polizei sein. Die eigene Moral auf die Probe stellen.

Die zweite Episode handelt von Harry, der sich bereits mitten im Geschehen befindet. Er errichtet Barrikaden aus Möbel, damit die Polizei an ihm nicht vorbei kann. Er ist einer dieser Menschen, der von guten alten Zeiten träumt. Dies zeigt auch seine Angewohnheit, Reliquien aus vergangen Zeiten in seiner Wohnung aufzubewahren. Während der Randale lernt er den jungen Yavuz kennen.Der Junge ist sehr daran interessiert, seinem Bruder nachzueifern, da dieser laut ihm ein richtiger Gangster ist.

Er will zeigen, wie erwachsen er ja ist. Dies äußert er immer wieder gerne mit den Worten, dass er einen Bullen platt machen will. Zwei verschiedene Welten prallen aufeinander, jedoch verbindet die beiden etwas ganz bestimmtes. Sie sind beide Außenseiter und fühlen sich in der Welt etwas verloren. Harry entwickelt unter anderem Beschützerinstinkte für den kleinen Jungen.

In der dritten Episode geht es um den Polizisten Uwe, der nach Berlin versetzt wird um auf der Demonstration für Ordnung zu sorgen. Dieser hat jedoch im Moment eher andere Sorgen, da ihn seine Frau bereits seit Monaten betrügt. Demnach sieht er es auch als willkommene Abwechslung, bei der Demonstration mitzuhelfen. Seine Kollegen überreden ihn nach der Demonstration dazu, in ein Bordell zu gehen. Uwe ist anfangs noch sehr mulmig bei der Sache, jedoch entschließt er sich trotzdem seine Kollegen zu begleiten. Der Polizist macht die ganze Situation damit um einiges schlimmer.

Gegen Ende des Tages sieht man eine Vereinigung der drei Handlungen in einem Krankenhaus.

Fazit & Kritiken zum Film 1. Mai – Helden bei der Arbeit

Der Film 1. Mai – Helden bei der Arbeit erweist sich in mehreren verschiedenen Bereichen als gelungenes Experiment. Alleine die Gestaltung des Filmes ist definitiv sehenswert, er wirkt ziemlich rund und das obwohl alle Teams zeitgleich und unabhängig voneinander gedreht haben. Jedoch bedient sich der Film, wie so manche Kritiker es anmerken, an einigen Klischees (aber welcher Film tut das nicht?).

Dieser Episodenfilm soll aber vor allem jungen Regisseuren Mut machen, eigenes auszuprobieren. In gewisser Hinsicht zeigt er nämlich, dass verschiedene Konzepte durchaus realisiert werden können, wenn man richtig plant und vorgeht. Im Großen und Ganzen ist es ein gewagter Film, der sich trotz allem als gelungen erweist.

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