Couscous mit Fisch

In dem Französischen Film „Couscous mit Fisch„, der im originalen „La graine et le mulet“ heißt geht es um Slimane Beiji, der 35 Jahre in einer Werft arbeitete bis er schließlich entlassen wurde. Da seine Geliebte mit ihrer Tochter ebenfalls in dieser Gegend wohnte wollte er auch dortbleiben. Also beschloss er seinen größten Traum von einem Couscous Restaurant zu verwirklichen.

Viele Menschen versuchen ihm dieses Projekt zu zerstören. Doch er konnte es doch durchsetzen und als er schließlich ein Fest zur Eröffnung seines Couscous Restaurants feiert kam es zur Katastrophe. Und so entstand ein echtes Problem als sein Sohn, der zugleich sein größter Helfer war sich plötzlich aus dem Staub machte.

Couscous mit Fisch – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der Film „Couscous mit Fisch“ erschien im Jahr 2007 und ist ab 6 Jahren frei gegeben. Er dauert 155 Minuten und heißt im originalen „La graine et le mulet“. Couscous mit Fisch wurde sowohl in Frankreich gedreht als auch original in Französischer Sprache. Regie führte Abdellatif Kechiche, der zusätzlich noch das Drehbuch schrieb. An der Kamera stand Lubomir Bakschew und für den Schnitt waren Ghalia Lacroix und Camille Toubkis verantwortlich.

Die Hauptdarsteller waren Habib Boufares in der Rolle des Slimane Beiji, Hafsia Herzi die Rym spielte und Abdelhamid Aktouche als Hamid. Weitere Schauspieler waren Mohamed Benabdeslem als Riadh, Farida Benkhetasche als Karima, Leila D’Issernio als Lilia und Abdelkader Djeloulli als Kader. Bei den Filmfestspielen in Venedig im Jahr 2007 erhielt Hafsia Herzi den Preis für die beste Nachwuchsschauspielerin aufgrund ihrer Rolle der Rym. Abdel Kechiche erhielt zudem den großen Spezial-Preis der Jury.

Handlung & Story vom Film Couscous mit Fisch

Für Slimane Beiji der bereits seit 35 Jahren in einer Werft im Hafen von Sete arbeitete wurde die Arbeit immer schwerer bis er schließlich auf Kurzarbeit gesetzt wurde und danach ganz entlassen worden ist. Sein Sohn riet ihm darauf sich in seine nordafrikanische Heimat zurückzuziehen und seine restliche Lebenszeit zu genießen, doch er wollte in der Nähe seiner neuen Geliebten und ihrer Tochter Rym bleiben, denn für sie ist er bereits eine Art Vater geworden.

Also beschloss er gegen den Rat seines Sohnes mithilfe seiner Abfindung im Hafen ein altes Schiff zu renovieren um sich seinen großen Traum von einem eigenen Couscous Restaurant zu verwirklichen. Sein Plan bestand darin das Schiff in ein Bootsrestaurant, dass maghrebinische Spezialitäten anbietet zu verwandeln. Das Projekt fand viele Gegner und so wurde es zu einer großen Herausforderung gegen den willen der Behörden und trotz der großen Konkurrenz das Projekt durchzusetzen.

Nur Rym war von Anfang an von dem Projekt begeistert, doch nach kurzer Zeit schöpfte die ganze Familie in diesem Projekt Hoffnung und so kam es, dass sie ihm halfen. Denn zum Beispiel seine Ex-Frau war eine sehr gute Couscous Köchin und Rym konnte ihm bei den vielen sehr komplizierten bürokratischen Aufgaben helfen. Und so beschloss er die Eröffnung mit einem großen Fest zu feiern, um genügend Aufmerksamkeit zu bekommen, doch als diese Feier begann kam es zu einigen Problemen.

Denn sein Sohn Majid bemerkte, dass unter den Gästen seine Geliebte, die die Frau eines einflussreichen Politikers war sitzte. Als er sich schließlich aus dem Staub machte übersah er, dass in seinem Auto noch der vorbereitete Couscous lag. Als Slimane ihn aufspüren wollte wurde ihm von Jugendlichen sein Moped gestohlen. Sie ließen ihn verzweifelt hinterherlaufen und fanden es auch noch lustig. Währenddessen lenkte Rym die immer betrunken werdenden Gäste mit einer Bauchtanzvorführung ab, um diese trotz der Verzögerung des Essens bei Laune zu halten. Trotz diesen verzweifelten Versuchen das Restaurant zu retten sieht man am Ende Slimane stürzen. Während Rym sich gerade auf dem Höhepunkt ihrer Vorführung befand und gleichzeitig Slimane stürzte endet der Film plötzlich mit ungewissem Ausgang.

Fazit & Kritiken zum Film Couscous mit Fisch

Der Film Couscous mit Fisch ist sehr unterhaltsam und gleichzeitig intellektuell mit einer Botschaft. Er ist sehr gut gelungen, da die doch sehr unbekannten Darsteller mit ihren Leistungen sehr überzeugend waren. Im speziellen die Rolle der Rym, gespielt von Hafsia Herzi, war durchaus bemerkenswert gut gespielt. Mit der Zeit erkennt man durch das Projekt des Restaurants eine Art Handlungsfaden. Trotzdem setzt die Erzählung auch während des Films immer wieder anders an, was für deutlich mehr Abwechslung sorgt und gleichzeitig sich die Stimmungen regelmäßig ändern.

Als Zuschauer wird man auf Grund dieses Konzeptes immer wieder neu überrascht oder auch an manchen Stellen etwas verwirrt. Zum Beispiel die erste Szene erscheint schon etwas komisch, sie ergibt später aber Sinn. Im Film geht es auch immer wieder aufgrund der Herkunft von Beiji um Rassismus und Fremdenhass. Zum Beispiel als Slimane bei den Behörden um das Recht für das Restaurant ersuchte, konnte man den Fremdenhass und die Herablassung in ihrer Art erkennen als sie ihm die Genehmigung nicht geben wollten. Der Film wird an mehreren stellen immer wieder emotional. Doch bei dem familiären Couscous essen jeden Sonntag weicht der Film vom Demonstrativen ab und wird stattdessen frischer. Resümierend kann man sagen, dass dieser Film aufgrund seines Kerns und der Abwechslung sehr gut gelungen ist.

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