Der Staat gegen Fritz Bauer

Der Staat gegen Fritz Bauer ist die Geschichte von der Entschlossenheit eines Mannes, Adolf Eichmann, ein ehemaliger hochrangiger SS-Nazi Offizier, zum Prozess nach Deutschland zu bringen, und der Opposition, der er gegenüberstand. Fritz Bauer war Bezirksstaatsanwalt in Hessen, und die Geschichte beginnt wirklich gegen Ende seines Lebens. Er wird am Anfang in seiner Badewanne beim ertrinken gezeigt, aber er wird rechtzeitig gerettet. In Wirklichkeit ist er 1968 gestorben.

Bauer war ein Mann, der tat, was er tun musste, um seine Ziele zu erreichen und der Film macht keinen Hehl daraus. Er schweigt über die Tatsache, dass er Jude ist, aufgrund seiner Entschlossenheit, in der Politik erfolgreich zu werden. Er begeht Verrat, um Eichmann vor Gericht zu bringen. Seine Rolle in dieser Gefangennahme wurde erst 10 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.

Unglücklicherweise war die Regierung im Jahre 1957 mit Ex-Nazis und SS-Offizieren gefüllt, die nicht wollten, dass diese „Monster“ versuchten, Namen zu benennen und Leute an den Pranger zu stellen. Es gab immer noch viel Widerstand aber vor allem Antisemitismus. Als Bauer erfährt, dass Eichmann in Argentinien lebt, muss er Massad um Hilfe bitten – ein Verrat, sollte jemand seine Rolle in diesem Spiel herausfinden.

Der Staat gegen Fritz Bauer – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der Staat gegen Fritz Bauer ist ein 2015 erschienener, deutscher Drama-Film von Lars Kraume. Er wurde in der Contemporary World Cinema Sektion des Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film gewann beim Deutschen Filmpreis („Lola“) 2016 die Preise für den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch und drei weitere. Er wurde als einer von acht Filmen nominiert, die als deutscher Beitrag für den besten fremdsprachigen Film bei den 89. Academy Awards eingereicht wurden – wurde letztlich aber nicht ausgewählt.

Als Besetzung in den Hauptrollen sehen wir:

  • Burghart Klaußner als Generalstaatsanwalt Fritz Bauer
  • Ronald Zehrfeld als Staatsanwalt Karl Angermann
  • Jörg Schüttauf als Paul Gebhardt
  • Sebastian Blomberg als Ulrich Kreidler
  • Michael Schenk als Adolf Eichmann

Handlung & Story vom Film Der Staat gegen Fritz Bauer

Fritz Bauer war in den 1950er und 1960er Jahren ein echter Richter in Deutschland. Dort geboren, war er Sozialist und Jude, also von der Nazi-Partei nicht gerade geliebt. Er konnte nach Dänemark und dann nach Schweden fliehen, nachdem er wegen seiner sozialistischen Neigungen inhaftiert worden war. Wir treffen Fritz (Burghart Klaussner), nachdem er nach Deutschland zurückgekehrt ist, um beim Aufbau einer stärkeren demokratischen Gesellschaft als Generalstaatsanwalt zu helfen.

Er wurde damit beauftragt, hochrangige Nazi-Funktionäre, insbesondere Adolf Eichmann, der für den Transport von Juden in die Konzentrationslager verantwortlich war, als Teil der „Endlösung“ zu ermitteln. Bauer hat bei seinen Regierungskollegen den Ruf, hart und rachsüchtig zu sein, vor allem aber ist er ein Patriot. Er ist stolz auf sein Land, aber er ist nicht willens, die vergangenen Verbrechen einfach zu vergessen.

Angesichts der Anzahl der Nazis, die noch immer hochrangige Regierungsstellen innehaben, sind seine Vorgesetzten nicht wirklich daran interessiert, das Boot zu schaukeln, indem sie zulassen, dass Bauer Eichmann tatsächlich vor Gericht stellt. Zuzusehen, wie Bauer und sein Schützling Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) versuchen, einen Brief aus Argentinien zu recherchieren, der über die Anwesenheit von Eichmann berichtet, der unter einem Pseudonym lebt, ist ungemein spannend.

Um Eichmann vor Gericht zu bringen, müssen Sie mit dem Mossad zusammenarbeiten. Dieser nimmt Eichmann gefangen, bringt ihn als Geisel nach Isreal von wo aus er später nach Deutschland überführt wird. Auch wenn Bauer damit Hochverrat begeht, in dem er sich an eine ausländische kriminelle Organisation wendet, sieht er keinen anderen Ausweg. Vor so viele Hürden, intern und außerhalb gestellt zu werden, lässt den Anwalt bald an seine Grenze kommen. Dazu kommt die Tatsache, dass die beiden Anwälte Angermann und Bauer mit ihrer Homosexualität zu kämpfen haben, wobei sich Angermann damit zur Zielscheibe macht und sich vor Erpressungen schützen muss.

Bauer, der aufgeben wollte, stürzt sich dann in die Nazi-Ermittlungen, die schließlich zu den Frankfurter Auschwitz-Prozessen führen.

Fazit & Kritiken zum Film Der Staat gegen Fritz Bauer

Dieses strenge Streben nach Gerechtigkeit bildet die Grundlage für ein faszinierendes Studium eines Helden, der seiner Zeit voraus ist. In einer Zeit, in der die emotionalen und psychologischen Wunden der Naziherrschaft immer noch roh waren, entpuppt sich Bauer als überzeugender Charakter, während er sowohl gegen das Establishment als auch gegen die Öffentlichkeit kämpft, die die dunkle Vergangenheit hinter sich lassen will.

Basierend auf einem Drehbuch von Kraume und dem Co-Autor Olivier Guez beschäftigt sich der Film durchgängig mit den Auswirkungen der Auslieferung aus politischen, rechtlichen und soziokulturellen Perspektiven. So unerschütterlich wie ihr zentraler Protagonist, behält die Erzählung einen engen Fokus, zum Guten oder zum Schlechten.

Daher bietet der herkömmliche prozedurale Ansatz ein faszinierendes, aber unangefochtenes Spektakel. Als die Handlung jedoch in der Erzählgeschwindigkeit an Spannung verliert, findet der Film Rettung durch die Unterstützung von Karl Angermann (gespielt von Ronald Zehrfeld), Bauers enger Verbündeter und Staatsanwalt, dessen persönliches Leben auf unerwartete Weise für Spannung sorgt. Aber letztlich ist es der Name Fritz Bauer, an den Sie sich erinnern werden, ein klassischer Filmheld, der es wert ist, gelobt zu werden.

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