Devot (Film)

Im Film Devot ist Anja in völliger Verzweiflung dabei, sich von einer Brücke zu werfen. In diesem Moment fährt Henry in seinem Auto vorbei. Er denkt, sie ist eine Prostituierte, er lädt sie zu sich nach Hause ein. Sie gibt tatsächlich vor eine Prostituierte zu sein, was seinen ersten Verdacht bestätigt. Sie weigert sich, die Gründe für ihren scheinbaren Selbstmordversuch zu erklären. Sie fangen an, seltsame Spiele zu spielen, ungewöhnlichen Sex zu treiben und unterhalten sich über sehr persönliche Dinge.

Als er herausfindet, dass sie keine Prostituierte ist nötigt er sie dazu, aus der Wohnung zu fliehen, aber er kann sie aufhalten und fesselt sie. Von ihm gezwungen, erzählt sie ihm von Lilly, die von jemandem vergewaltigt und dann von jemandem getötet wurde. Henry hatte den Eindruck, dass Lilly und Anja eins sind, die gleiche Person. Sie spielen mehr Gedankenspiele, machen Liebe, und nachdem Anja hin und her gerissen ist und versucht hat zu gehen, lässt er sie endlich aus seinem Haus. Sie geht, ist aber bald wieder zurück. Rachelüstern verursacht sie eine Reihe seltsamer Ereignisse, die den Lauf ihres Lebens verändern werden.

Devot – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Devot“ ist der dritte Film des Schriftstellers und Regisseurs Igor Zaritzky und wurde vor 12 Jahren gedreht. Er machte auch eine 10-jährige Pause, nachdem er seinen vierten Film nach diesem abgedreht hatte. Es handelt sich hierbei um einen deutschen Drama-Thriller aus dem Jahr 2003, bei dem die zwei einzigen Schauspieler Simon Böer und Annett Renneberg sind. Der Film versucht dabei die Fragen nach Identität und der Suche nach eben dieser zu beantworten oder zumindest zu adressieren.

Handlung & Story vom Film Devot

Es ist eine verregnete und einsame Nacht in der Anja beschließt sich das Leben zu nehmen. Sie steht auf einer Brücke, bereit zu springen als ein Auto neben ihr hält. Henry sieht die junge Frau und hält ihr Vorhaben auch tatsächlich für einen Selbstmordversuch. Als er sie anspricht gibt sie sich allerdings als Prostituierte aus. Für 120 € darf er sie mit nach Hause nehmen, was er dann auch tut. Auf das wiederholte Fragen wieso sie sich umbringen wollte oder warum sie dort auf der Brücke stand, bekommt er keine klare Antwort.

In seiner Wohnung angekommen fangen die beide an seltsame Frage-Antwort-Spiele zu spielen. Hier wird schnell klar, dass sich Anja nicht als die Person herausstellt die sie vorgeben zu scheint. Auch hier verweigert sie ihm die Antwort auf seine Fragen immer wieder. Nach einigem hin und her wollen die beiden dann endlich zur Sache kommen, doch Anja bekommt kalte Füße als sie ihm erzählt, dass er ihr erster Freier sei und verschwindet in seinem Bad als er sie dann auffordert sich auszuziehen. Danach folgen viele weitere Gespräche.

Um dann doch endlich von ihm wegzukommen beschließt sie ihn zu bestehlen und zu fliehen. Er hält sie auf, fesselt sie an ihrem Handgelenk an einen Stuhl und zwingt sie ihm die Wahrheit zu sagen. Andernfalls würde er die Polizei rufen. Um ihre Situation noch etwas anzuziehen, versteckt er Drogen in ihrer Handtasche die beim Eintreffen der Polizei zu noch größeren Problemen führen würden. Also beschließt Anja ihm die Geschichte von Lilly zu erzählen. Diese wurde von acht Männern vergewaltigt, woraufhin Henry vermutet, dass sie Lilly sei und das der Grund für ihren Selbstmordversuch sei. Danach ruft er dann bei der Polizei an und teilt diesen mit, dass es keinen Grund gäbe noch vorbeizukommen.

Im Lauf der weiteren Nacht haben die beiden dann heißen Sex. Anja scheint eine Masochistin zu sein, was passt da er ein Sadist ist. Sie genießen das Katz und Mausspiel und werden auch immer wieder gewalttätig. Danach sind die beiden wieder am diskutieren woraufhin Anja dann irgendwann auch endlich die Wohnung verlässt. Kurz darauf kommt sie wieder zurück und nimmt ein Bad in seiner Badewanne. Er beobachtet sie dabei über seine Überwachungskameras. Nach einiger Zeit schaltet er die Kameras ab und geht zu ihr ins Bad. Dort findet er Anja blutüberströmt in der Badewanne liegen, die sich anscheinend die Pulsadern mit einem Rasiermesser aufgeschnitten hat.

Um sie zu retten verbindet er ihren Arm und versucht sie wiederzubeleben. Ohne Erfolg dabei will er ihre Leiche wegschaffen, packt sie ein und bringt sie in den Garten, wo er eine Grube für sie aushebt. Später merkt er, dass sie nicht tot ist und überlegt, ob er sie doch mit der Schaufel erschlagen sollte. Er bringt sie dann wieder zurück in seine Wohnung wo sie irgendwann aufwacht, sich aber an nichts mehr erinnern kann. Sie beschuldigt Henry mit Vorwürfen bis sich die Situation für die beiden irgendwann zuspitzt. Sie fordert ihn auf, sie nach Hause zu bringen, obwohl er das zu Beginn ablehnt, fährt er sie dann doch. Dann passiert, was Anja wohl von Anfang an vorhatte, sie schafft es beide umzubringen. Mit voller Fahrt rast Henry in einen Brückenpfeiler weil sie ihm ins Lenkrad greift.

Fazit & Kritiken zum Film Devot

Der Film Devot ist ein intimes Spiel mit nur zwei Schauspielern. Was wir sehen, ist ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Mädchen und einem Mann. Er traf sie nachts auf einer Brücke. Wollte sie springen? Er hält sein Auto an und sie gibt vor, eine Hure zu sein. Er nimmt sie mit. Was passiert, ist ein unergründliches Spiel aus Gewalt, Sex, Dominanz und Unterwerfung. Annett Renneberg und Simon Boer zeigen hervorragende Arbeit. Sie überzeugen in einer Geschichte, die eine surreale Note hat. Der Film behauptet, ein Psycho-Thriller zu sein, und es ist in der Tat bis zum Ende spannend. Nun, das Ende ist eigentlich der schwächste Teil der Geschichte, aber dieser Film ist immer noch sehr zu empfehlen.

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