Die Entdeckung der Currywurst

Der Film „Die Entdeckung der Currywurst“ spielt zum Ende des Zweiten Weltkrieg, welcher sich gerade dem Ende neigt, und Lena Brücker, mittleren Alters ist in den Niederlagen der deutschen Niederlage gefangen. Ihr Mann fehlt an der Ostfront in Aktion, ihre Kinder sind erwachsen und haben keinen Kontakt mehr zu ihr, und jeden Tag muss sie mit einem Kollegen Holzinger aushalten. Lena verbringt ihre Abende damit, auf alliierte Luftangriffe zu warten und manchmal ins Kino zu gehen, und eines Abends begegnet sie Hermann Bremer, einem deutschen Seemann. Hermann ist in einem kurzen Urlaub und sehr vorsichtig, zu seiner gefährlichen Aufgabe zurückzukehren, die zunehmend nutzlos erscheint. Lena und Hermann verlieben sich, und sie bietet ihm an, sich in ihrer Wohnung zu verstecken, aber Lenas Hausherr Lammers ist dem Dritten Reich ungeheuer loyal ergeben und wird Hermann sicher in die Behörden einweisen, wenn er den Deserteur entdeckt.

Die Entdeckung der Currywurst – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der Film „Die Entdeckung der Currywurst“ basiert auf dem gleichnamigen Buch, geschrieben von Uwe Timm. Uwe Timm wurde mit duzenden Auszeichnungen für seine Werke versehen, unter anderem dem Schillerpreis der Stadt Mannheim, dem Heinrich-Böll-Preis und mit zahlreichen Literaturpreisen. Seine Werke werden bis heute in mehrere Sprachen übersetzt und werden weltweit gefeiert. Ulla Wahner eine deutsche Schriftstellerin und Regisseurin führte Regie, während Barbara Sukowa und Alexander Khuon in den Hauptrollen zu sehen sind.

Gedreht wurde der Film in Lettland, Riga und Köln. Barbara Sukowa wurde für ihre Rolle im Film als beste Darstellerin bei dem World Film Festival in Montréal ausgezeichnet.

Handlung & Story vom Film Die Entdeckung der Currywurst

Während des zweiten Weltkrieges lebt die Hamburgerin Lena Brückner in ständiger Angst vor weiteren Angriffen und der SS. Sie ist bereits in ihren vierzigern, ihre Kinder haben das Heim schon lange verlassen und ihr Mann scheint an der Ostfront gefallen zu sein. Als ein erneuter Bombenangriff stattfindet lernt sie den Soldaten Hermann Bremer kennen, der sich zu diesem Zeitpunkt gerade in Hamburg auf Heimaturlaub befindet. Verloren und ohne Bleibe, bietet sie ihm Unterschlupf in ihrem Haus an. Da er ihr sehr sympatisch ist, bietet sie ihm auch für die folgenden Tage an, bei ihr zu bleiben, was er dankend annimmt. Dadurch, dass er nicht zur Armee zurückkehrt, macht er sich strafbar und wird zum Flüchtigen, was ihn dazu zwingt, sich nun ständig bei ihr zu verstecken, bis der Krieg vermeintlich endet.

Aus dieser nun gezwungenermaßen engen aber plötzlichen Bekanntschaft wird eine enge stürmische Liebesbeziehung. Er, viel zu jung um sein Leben einem aussichtslosen Kampf hinzugeben und sie gerade alt genug um ihre neue Lebenslust wiederzuentdecken, lieben sich. Das Liebesspiel wird irgendwann aber sehr einseitig und vor allem unfair, da Lena dem jungen Bremer die Kapitulation der Deutschen vorenthält und ihn damit bei sich gefangen hält. Sie hat wohl Angst, dass er sie wieder verlassen könnte sobald er herausfindet, dass er kein Fahnenflüchtiger mehr ist. Als er dann endlich die Wahrheit erfährt, passiert genau das wovor sie sich so sehr gefürchtet hatte, er verlässt sie ohne großes tam tam. Als Lena dann auch noch herausfindet, dass sie von Bremer schwanger ist, scheint sie völlig am Boden zerstört zu sein.

Im Gegensatz zur Rahmenhandlung im Buch, fehlt der essenzielle Teil der dem Film seinen Namen gibt im Film. Lena erfindet durch Zufall die Currywurst, da sie nach neuen Methoden sucht, um ihr Überleben zu garantieren.

Fazit & Kritiken zum Film Die Entdeckung der Currywurst

Im Gegensatz zur Novelle aus dem Jahr 1993, erhielt „Die Entdeckung der Currywurst“ relativ gemischte Kritiken. Einige wichtige Elemente die im Buch vorhanden sind fehlen im Film gänzlich. Wenn man das Buch nicht kennt und den Film als alleinstehendes Werk betrachtet, sind diese fehlenden Inhalte allerdings nicht spürbar, machen den Film damit trotzdem zu einem sehenswerten Stück Kinogeschichte.

Der Film kommt ohne exzessive Gewaltdarstellungen aus, der Krieg selbst ist schon verstörend und Angst einflößend genug. Die beiden Gefühlswelten der Protagonisten werden sehr nachvollziehbar in einen historischen Kontext eingebettet und von den Schauspielern gelungen transportiert. Sie agieren mit dem richtigen Maß an Gefühlen und besonders Lena Brückners Porträitierung lässt sie als irgendwie starke aber nicht unbedingt unabhängige Frau erscheinen.

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