Four Lions – der Film

In der britischen Filmsatire Four Lions aus dem Jahr 2010 von Chris Morris, der hier Regie führte und bereits aus Projekten wie Nathan Barley und IT-Crowd bekannt ist, geht es um eine islamistische Terrorzelle, die sich in England niedergelassen hat. Es dreht sich in dem Film Four Lions konkret um die Vorbereitung eines Anschlags gegen die Ungläubigen, die aus der Sicht der Protagonisten nicht dem muslimischen Glauben angehören. Dafür begeben diese sich in ein pakistanisches Terrorcamp, in welchem sie die Grundlagen zum Bombenbau und andere Maßnahmen kennenlernen sollen. Im Laufe des Films lernen die Protagonisten so die Fähigkeiten, bereiten die Attacke vor und führen diese dann auch wie geplant durch.

Regie, Besetzung und Hintergründe zum Film Four Lions

Anders als bisher vom Regisseur bekannt, war der Ton des Films eher ernst. Viele Kritiker befürchteten zuvor, dass sich „Four Lions“ zu leichtfüßig und mit einem gewissen Humor dem Thema widmen würde, was zu einigen Kontroversen geführt hätte. Dennoch setzt sich der Film sehr erwachsen mit klassischen muslimischen Klischees religiöser, sexueller und rassistischer Art auseinander. Auch die Charakterentwicklungen der Protagonisten scheinen sehr nah mit der Realität verknüpft, kämpfen doch einige mit Gewissensbissen und innerem Zwiespalt.

Auf dem Sundance Film Festival 2010 wurde der Film erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, kurz darauf lief er dann in Großbritannien und nach einigen Schwierigkeiten aufgrund des kontroversen Themas, auch in den amerikanischen Kinos.

In der Besetzung der vier Hauptrollen finden wir:

  • Riz Ahmed als Omar, der einzige kompetente Jihadi in seiner Terrorzelle
  • Kayvan Novak als Waj, der Cousin von Omar
  • Nigel Lindsay als Barry, ein Exzentriker, mit einem explosiven Temperament
  • Adeel Akhtar als Faisal, ein kompletter Idiot, der Barry komplett vertraut

Handlung & Story vom Film Four Lions

Eine Gruppe radikalisierter junger britischer Muslime strebt danach, Selbstmordattentäter zu werden. Omar (Riz Ahmed), der der westlichen Gesellschaft und dem Imperialismus zutiefst kritisch gegenübersteht, sein düsterer Cousin Waj (Kayvan Novak), Barry (Nigel Lindsay) ein schlecht gelaunter und extrem voreingenommener Weißer, der zum Islam konvertiert ist und der naive Faisal (Adeel Akhtar). Während Omar und Waj in ein dem Al-Qaida nahestehendes Trainingslager in Pakistan reisen, rekrutiert Barry ein zögerliches fünftes Mitglied, Hassan (Arsher Ali). Die Trainingsreise endet in einer Katastrophe, als Omar versucht, eine amerikanische Drohne abzuschießen und versehentlich einen Teil des Lagers zerstört. Omar und Waj vertrauen Hassan nicht, als sie ihn zum ersten Mal am Flughafen treffen. Omar beschließt dennoch, ihn in den ursprünglichen Plan zu integrieren. Würde er ihn verstoßen, müsste er ihn ermorden, um der Gefahr des Verrats zu entgehen.

Die Gruppe beginnt damit, Materialien zu beschaffen, die zur Herstellung der explosiven TATP verwendet werden. Sie sind sich jedoch nicht einig darüber, welches Ziel sie anvisieren soll. Barry will eine lokale Moschee als eine Operation unter falscher Flagge bombardieren, um die Gemäßigten zu „radikalisieren“, aber Omar hält das für idiotisch. Faisal schlägt vor, einen Zweig der Apothekenkette Boots in die Luft zu jagen.
Die Gruppe vermutet später im Film, dass sie kompromittiert wurden und transportieren ihre Sprengstoffe in Einkaufstüten an einen neuen Ort . Faisal stolpert beim Überqueren eines Feldes und wird bei der Explosion getötet. Das ärgert Omar, der die anderen beschimpft und geht. Faisals Kopf wird gefunden und Omar besucht die anderen, um ihnen die schlechte Nachricht mitzuteilen. Daraufhin versöhnen sie sich und Omar beschließt, den bevorstehenden London-Marathon ins Visier zu nehmen, weil er Zugang zu Maskottchen-Kostümen hat, in denen sie den Sprengstoff verbergen können.

Sie fahren in ihren Kostümen nach London und bereiten sich auf den Angriff vor. Waj äußert Zweifel an der Moral ihrer Handlung, aber Omar schafft es ihn zu überzeugen. Als sich ein Polizist der Gruppe nähert, sprechen sie mit ihm. Als dieser sich dann wieder von der Gruppe entfernt verliert Hassan die Nerven. Bevor er etwas dummes tun kann wird er von Barry getötet, der seine Bombe aus der Ferne detoniert. Die restlichen drei verlassen in Panik die Szenerie und die Polizei beginnt nach ihnen zu suchen. Polizeischarfschützen erhalten Omars Beschreibung und schießen auf ihn, während er versucht, sich unter die Läufer zu mischen. Dabei wird ein Außenstehender getroffen, der ein ähnliches Kostüm trägt. Waj wird von der Polizei in einem Kebabladen in die Enge getrieben und nimmt das Personal als Geisel. Im Eifer des Gefechts und der ganzen Hektik wird Waj durch ihre Bombendetonationen getötet. Omar schafft es zu fliehen und versucht ein Telefon zu kaufen, doch auch er zündet später aufgrund der Hektik seine Bombe in einer Apotheke.

Fazit & Kritiken zum Film Four Lions

Vier Lions erhielt im Großen und Ganzen positive Kritiken. Four Lions ist eigentlich eine kluge, pechschwarze Komödie, die durch ihre enorme Nähe zur Wahrheit und Realität überzeugen kann. Alle Schauspieler erhielten durchweg positive Bewertungen für ihre Umsetzung der jeweiligen Rolle. Besonders überzeugen konnten sowohl [Riz] Ahmed als auch [Kayvan] Novak, diese brachten die rührende Menschlichkeit ihrer Charaktere sehr glaubwürdig zum Vorschein.

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