Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll

Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll, spielt Mitte der 1970er Jahre. Thema ist das Leben des Pianisten Liberace und dessen Beziehung zu dem 17-jährigen Scott Thorson. Liberace führt ein Leben in Luxus, Scott hingegen stammt aus einfachen Verhältnissen. Scott ist von Liberace Leben fasziniert. Er lässt sich auf eine Beziehung mit dem älteren Star ein. Die Beziehung wird vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Der Pianist beauftragt einen Schönheitschirurgen, der Scotts Gesichtszüge verändert. Durch Schmerzmittel entwickelt Scott ein Drogenproblem. Liberace beginnt eine Affäre und beendet die Beziehung zu Scott. Der junge Scott will dies nicht hinnehmen und verklagt den Star auf Unterhalt. Liberace erkrankt schwer und söhnt sich einige Jahre später mit Scott am Sterbebett aus.

Regie, Besetzung und Hintergründe zum Film Liberace

Der Film Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll erschien im Jahr 2013. Es handelt sich um eine amerikanische Filmbiografie des Regisseurs Steven Soderbergh. Der Originaltitel lautet Behind the Candelabra und bezieht sich auf einen Kerzenleuchter. Dieser Kerzenleuchter ist das Markenzeichen des Pianisten Liberace und befindet sich auf dessen Klavier. Im Original wurde der Film auf Englisch gedreht. Am 26.05. 2013 lief der Film erstmals im amerikanischen Fernsehen. Die Uraufführung fand einige Tage zuvor bei den Filmfestspielen in Cannes statt. Die Länge des Films beträgt 115 Minuten und Regie führte Steven Soderbergh. Das Drehbuch verfasste Richard LaGravenese. Zu den Produzenten zählen Suan Ekins, Gregory Jacobs und Michael Polaire. Für Kamera und Schnitt war Steven Soderbergh selbst zuständig. Steven Soderbergh plante lange einen Film über Liberace, in dem Michael Douglas die Hauptrolle spielt. Die Rolle von Scott wird von dem bekannten Schauspieler Matt Damon gespielt. Die Filmmusik war die letzte Arbeit von Marvin Hamlisch. Er verstirbt im August 2012.

Die Handlung im Film Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll

Der Film ist wundervoll thematisiert das Leben und die Beziehung des Pianisten Liberace. Scott Thorson lebt auf einer Ranch in der Nähe von Los Angeles. Mit einem Freund fährt er nach Las Vegas zu der Show von Liberace. Er lernt den Showpianisten kennen. Der Pianist ist ein großer Star in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Er führt ein luxuriöses Leben. Scott hingegen ist adoptiert und stammt aus einfachen Verhältnissen. Den jungen Mann fasziniert die glamouröse Welt des Pianisten.

Er lässt sich auf eine geheime Liebesbeziehung zu dem älteren Mann ein. Liberace beschäftigt Scott als Fahrer. Eine dauerhafte und feste Beziehung zwischen beiden entwickelt sich. Scott zieht in die Villa des Stars ein. Die Beziehung der beiden ist leidenschaftlich. Der Pianist hatte schon viele junge Liebhaber und man warnt Scott vor der promiskuitiven und exzentrischen Art des Stars. Der junge Mann lässt sich jedoch nicht beirren. Liberace möchte aus Scott einen Mann machen, der seinen Vorstellungen entspricht. Er beauftragt den Schönheitschirurgen Dr. Startz.

Dieser soll Scotts Gesichtszüge nach seinem Vorbild umgestalten. Anfangs ist der junge Mann schockiert, lässt sich aber auf die Operation ein. Dr. Startz verändert Scotts Gesicht und verabreicht ihm ein Schlankheitsmittel. Scott nimmt außerdem starke Schmerzmittel, die er von Dr. Startz bekommt. Er entwickelt ein Drogenproblem. Während Scott Kokain nimmt, geht sein Geliebter seinen sexuellen Bedürfnissen nach. Liberace beginnt eine Affäre mit einem jungen Tänzer. Als Scott dies erfährt, ist er wütend. Die Liebe der beiden zerbricht. Der Pianist lässt Scott von Sicherheitsleuten aus dem Haus werfen.

Auf Unterhalt aus einer eheähnlichen Gemeinschaft verklagt Scott den Star. Er erhält 75000 Dollar. Einige Jahre später hat Scott seine Sucht in den Griff bekommen. Er erhält einen Anruf von Liberace. Der Star kann kaum sprechen. Er ist an AIDS erkrankt. Liberace liegt im Sterben. Scott ist auf HIV getestet und nicht infiziert. Liberace möchte Scott gerne noch einmal sehen, bevor er stirbt. Auf sein Bitten hin besucht Scott den Kranken. Beide versöhnen sich am Sterbebett. Damit die Öffentlichkeit von allem nichts mitbekommt, lautet die offizielle Todesursache Herzanfall. Bei der Trauerfeier ist Scott anwesend. Er stellt sich Liberace auf der Bühne vor.

Fazit & Kritik zum Film Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll

Liberace ist eine reine Fernsehproduktion. Es geht nicht um die Bühnenshows des Künstlers. Der Fokus liegt auf seiner Beziehung zu Scott. Liberace fühlt sich als Vaterfigur und Geliebter zu dem jungen Mann hingezogen. Die Beziehung scheitert, da Liberace narzisstische Züge hat und Scott der Drogensucht verfällt. Der Film erzählt die Geschichte eines der ersten prominenten Opfer von AIDS. Grundlage für den Film ist die 1988 veröffentlichte Biografie von Scott Thorsen. Die erzählte Liebesgeschichte ist komisch und gleichzeitig tragisch. Die Figur Liberace wirkt verletzlich und egozentrisch.

Michael Douglas findet im Film die richtige Balance zwischen dem Charakter von Liberace und seiner Fassade, die der Künstler mit allen Mitteln aufrechterhalten möchte. Ebenfalls überzeugend ist die schauspielerische Leistung von Matt Damon, der die Rolle des Scott spielt. Es handelt sich bei diesem Film um eine unterhaltsame und schwungvolle Produktion, die dem Zuschauer nahe geht. Die Produktion wurde durch die Krebserkrankung von Michael Douglas verzögert. Da der Film nur im Fernsehen und nicht im Kino gezeigt wurde, waren keine Nominierungen für einen Oscar möglich.

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