The Way Back – der lange Weg (Film)

Literaturverfilmungen sind begehrt. So ist es auch mit The Way Back, einem US-amerikanischen Drama, das 2010 verfilmt wurde. Die Grundlage für den Film bildet der lange Weg: meine Flucht aus dem Gulag, von Slawomir Rawicz. Eine Gruppe von Kriegsgefangenen flieht im Zweiten Weltkrieg aus dem Gulag in Sibirien. Ihr Weg führt über die Mongolei nach Indien. Zu den Hauptdarstellern gehören Collin Farrel, der Valka spielt und Ed Harris, der die Rolle des Mr. Smith übernimmt. Der Film wurde für den Oscar nominiert und erhielt den irischen IFTA Award, für die beste Nebendarstellerin. Hier punktete besonders Saoirse Ronan, welche die Rolle der Irena übernimmt. Colin Farrell wurde als bester Nebendarsteller nominiert.

Regie, Besetzung und Hintergründe zum Film The Way Back

Die Buchvorlage für den Film erschien 1956. Sie wurde in 30 Sprachen übersetzt. Das Drehbuch für den Film wurde im Dezember 2008 beendet. 2010 war der Film so weit, dass er auf einem Filmfestival präsentiert werden konnte. Er spielt im östlichen Polen, während der stalinistischen Säuberung. Die Schauplätze sind vielfältig. Die Reise der Protagonisten führt durch die Mongolei, die Wüste Gobi und das Himalaja-Gebirge. Der Regisseur ist Peter Weir. Janusz Weiszczek spielt Jim Sturgess, welche der Spionage bezichtigt wird. Colin Farrell hat die Rolle von Walter übernommen, den russischen Kriminellen, welche sich die Fluchtbegleitung durch Erpressung erzwungen hat. Ed Harris alias Mr. Smith drängt zum Ausbruch aus dem Gulag. Irena, eine junge Polin, stößt später zu den Flüchtigen dazu und wird von Saoirse Ronan gespielt. Mark Strong alias Khabarov, gibt vor, einen Fluchtplan aus dem Gulag zu haben.

Handlung & Story vom Film The Way Back – der lange Weg

Die Handlung spielt während des Zweiten Weltkrieges in Ostpolen. Die stalinistische Säuberung ist im Gange und Janusz Wieszczek wird der Spionage bezichtigt. Seine Ehefrau belastet ihn mit einem erzwungenen Geständnis, worauf er zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wird. Diese hat er im Gulag in Sibirien abzuarbeiten. Im Lager treffen Mörder und Diebe aufeinander. Der Schauspieler Khabarov macht Janusz Hoffnung, mit der Behauptung einen Ausbruchsplan aus dem Gulag zu haben.

Zu den beiden gesellt sich der Ingenieur Smith, der es als notwendig erachtet aus dem Gefängnis zu entkommen. Mr. Smith rettet einigen Gefangenen das Leben, indem er sich gegen die Wachleute stellt. Die Gruppe welche sich zu dem Fluchtplan zusammen findet setzt sich dann aus dem jugoslawischen Buchhalter Zoran, dem lettischen Priester Voss, zwei weiteren Polen, dem nachtblinden Kazik, sowie dem Künstler Tomsz, Janusz Wiesczek, Khabarov und Mr. Smith zusammen. Der kriminelle Valka erzwingt sich die mit Flucht durch Erpressung.

Die Gruppe schafft es, zu fliehen und begibt sich zum Baikalsee, wo sie in einer Höhle Unterschlupf finden. Auf der Flucht verlieren sie Kazik, der in der Kälte Sibiriens nachts erfriert. Sie versuchen sich von allem, was sie in der Natur finden, zu ernähren. Von der Gefangenenstätte bis zum bei Baikalsee müssen Sie 500 km überwinden. Die Gruppe hungert auf ihrem Weg und zerfällt Stück für Stück, bis sie schließlich, die russisch-mongolische Grenze erreichen. In der Mongolei herrscht der Kommunismus, weshalb sie sich entschließen nicht dort zu bleiben.

Sie machen sich auf den Weg ins britische Indien. Was sie dabei nicht bedenken ist die Wüste Gobi, die auf ihrem Weg liegt. Genau wie die Kälte in Sibirien fordert hier die Hitze der Wüste ihren Tribut und Gruppenmitglieder sterben. Dabei verliert auch Irina ihr Leben. Eine Oase in der Wüste erleichtert die Weiterreise und ermöglicht es der übrigen Gruppe, sich zu regenerieren. Auf dem Weitermarsch nach Indien dezimiert sich die Gruppe trotzdem. Vier erreichen den Rand der Wüste und reisen nach Lhasa in Tibet.

Buddhistische Mönche nehmen sie als Gäste auf. Mr. Smith will zu einem amerikanischen Stützpunkt nach China. Die Mönche empfehlen Ihnen, nicht vor dem Frühling weiter zu reisen. Janusz Rastlosigkeit bringt ihn dazu, weiter zu marschieren. Er will zu seiner Frau zurück. Zoran und Voss, die von der Gruppe übrig geblieben sind, folgen ihm in den Himalaja. Sie durchqueren das Gebirge und erreichen nach zwölf Monaten nach Indien. Letztendlich schaffen sie es nach Indien. Janusz kann aber erst 1989 wieder nach Polen reisen.

Fazit & Kritik zum Film The Way Back – der lange Weg

The Way Back punktet mit eindringlichen Bildern und fantastischen Naturszenen. Leider rast der Regisseur durch einige Filmabschnitte zu schnell durch, als ob er Angst hätte, zu wenig Abwechslung zu bieten. Die historische Belegbarkeit der Ereignisse ist umstritten. Die Geschichte wird eindringlich erzählt und bietet viel Spannung. Schnelle Szenenwechsel und ruhige Momente wechseln sich ab. Die Dramatik der Situation der Flüchtlinge wird durch Erlebnisse in der Wildnis verschärft rüber gebracht. Wenn die Hungernden sich mit Wölfen um rohes Fleisch streiten, zeigt sich die wahre Dramaturgie der Ereignisse. Klima, Hunger und Strapazen graben ihre Furchen in die Gesichter der Protagonisten.

Weir stellt mit seiner Verfilmung von „The Way Back – der lange Weg“ die Höllensituation der Gulags als ein Extrem dar, während das nackte Überleben in der Wildnis, bei rauem Klima, das andere Extrem bilden. Leider kommen die einzelnen Charaktere nicht immer so zur Geltung, wie es sich der Zuschauer vielleicht wünscht. Der Regisseur handelt sich an der Handlung entlang, verliert dabei aber einen Teil der Charakterisierung aus den Augen. Andererseits muss er Prioritäten setzen, um der Geschichte ihren eigenen Charakter zu geben. Auf seine Art und Weise ist das Drama definitiv sehenswert.

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