16 Blocks

Eigentlich wollte er nach Hause fahren. Doch kurz nach seiner Nachtschicht erhält der alkoholkranke Cop Jack Mosley im Film „16 Blocks“ den Auftrag, den Gauner Eddie in das etwa 15 Minuten entfernte Gerichtsgebäude fahren. Jedoch hat er nicht mit den New Yorker Berufsverkehr gerechnet. Es geht nur langsam voran und zu allem Übel übersieht er einen Lieferwagen der ihnen folgt.

Dauer: 97 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Richard Donner
Produzenten: Avi Lerner, Arnold Rifkin, Randall Emmett, John Thompson, Jim Van Wyck
Hauptdarsteller: Bruce Willis, David Morse, Mos Def
Nebendarsteller: Peter McRobbie, David Zayas
Genre: Action & Abenteuer
Studio: Warner Home Video
Sprachen: Deutsch

Genervt vom Dauergequassel seines Schützlings, hält er vor einem Schnapsladen, um sich Nachschub in Sachen Alkohol zu besorgen. Und das hätte er besser nicht gemacht. Denn als er das Geschäft verlässt, sieht er Eddie, der von einem Mann mit einer Waffe bedroht wird. Und nun überschlagen sich die Ereignisse. Denn korrupte Polizisten wollen verhindern, dass der Kleinkriminelle das Gericht lebend erreicht. Ein aufregendes Abenteuer in den New Yorker Straßen beginnt.

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regie in dem amerikanischen Action-Thriller „16 Blocks„, führte der Produzent und Schauspieler Richard Donner. Bekanntheitsgrad erreichte er in den Jahren 1970 und 1980 mit Filmen, wie das „Omen“ und „Superman“. Er zählte damals zu den führendsten Hollywood-Regisseuren und sorgte für phänomenale Einspielergebnisse in den Kinos. Mit „16 Blocks“ beendete er sein filmisches Schaffen im Alter von 76 Jahren. Insgesamt drehte er in seiner gesamten Laufbahn über 80 Film- und Kinoproduktionen.

Zu seinem Stab gehörten Drehbuchautor Richard Wenk, die Produzenten Boaz Davidson („Eis am Stiel“), Avi Lerner, Danny Dimbort und Arnold Rifkin. Den Soundtrack schrieb der deutsche Komponist und Filmmusiker Klaus Badelt. Der kanadische Kameramann Glen MacPherson übernahm die Kinematographie und Filmeditor war Steve Mirkovic („Escape Room“).

Das Schauspielerensemble bestand zum einem aus dem Golden Globe Preisträger Bruce Willis („R.E.D. – Älter. Härter. Besser.„) in der Rolle des Jack Mosley. Mos Def, als Eddie Bunker und David Morse, als der Polizist Frank Nugent vervollständigten die Besetzung. Nominiert wurde Mos Def für den Black Movie Award. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung erhielt der Actionstreifen das Prädikat „wertvoll“.

Die Produktionskosten beliefen sich auf 55 Millionen US-Dollar und das weltweite Einspielergebnis betrug 65,7 Millionen US-Dollar. Premiere hatte der Thriller am 3. März 2006 in den amerikanischen Kinos mit einer Laufzeit von 102 Minuten und einer FSK von 12 Jahren.

Handlung & Story vom Film „16 Blocks“

Es ist 8.02 in New York. Der Cop Jack Mosley will gerade seinen Dienst beenden und nach seiner Nachtschicht endlich seinen Alkohol trinken, als er einen Zusatzauftrag erhält. Er soll den Kleinkriminellen Eddie Bunker in das 16 Blocks entfernte Justizdepartment fahren, in dem dieser um 10.00 eine Anhörung vor dem Untersuchungsausschuss hat.

Doch die 15-minütige Fahrt scheint kein Ende zu nehmen. Gleich Anfangs verzögert sich die Abfahrt, da Eddie darauf besteht seinen Anzug vor Gericht zu tragen. Als Jack seinen Schützling endlich auf den Rücksitz des Wagens verstaut und sich in den New Yorker Berufsverkehr einfädelt, übersieht er einen Wagen, der ihnen folgt. Schuld daran ist Eddie, der ihn durch seine Dauerunterhaltung, in der er über seine Zukunft erzählt, Mosley einfach nur nervt. Was interessiert Jack, dass er nach Seattle umziehen will, um eine Bäckerei zu eröffnen, um ein bürgerliches Leben zu führen.

Denn Jack weiß es besser. Ganoven, wie Eddie ändern sich nicht. Er hat zu viele von seiner Sorte kennengelernt. Jacks Kopf scheint von dem ständigen Gequassel zu explodieren und er hält schließlich vor einem Schnapsladen, um sich sein Frühstück und Beruhigungsmittel „Alkohol“ zu besorgen. Den ärgerlichen Eddie sperrt er in der Zwischenzeit im Wagen ein. Dieser hat in „16 Blocks“ nicht lange Zeit wütend zu sein. Denn wenn eine Pistolenkugel deinen Kopf durchbohren will, gibt es Besseres zu tun.

Im letzten Moment kann Jack den Attentäter erschießen. Mit Eddie im Schlepptau und unter einem Kugelhagel flüchtet er in die nächste Bar. Dort fordert er Verstärkung zum Schutz seines Klienten an. Frank Nugent, ein langjähriger Freund von Jack trifft mit einem Team der Mordkommission dort ein. Als Eddie plötzlich blass wird und Detektive Nugent Jack nach Hause schicken will, ahnt dieser, dass Bunker eliminiert werden soll.

Und er soll sich nicht irren. Denn Eddie soll gegen Frank und andere Cops aussagen, die vor Jahren in einen Korruptionsskandal verwickelt waren. Das will die Justiz nun zur Anklage bringen. Frank versucht Jack zu überreden eine Geiselnahme vorzutäuschen, in deren Verlauf Eddie zu Tode kommt. Doch als einer der Cops auf Eddie anlegt, steht Jacks Beschluss bereits fest. Er streckt den Polizisten mit einem Schuss ins Bein nieder und begibt sich mit Eddie auf die Flucht.

In einer rasanten Kettenreaktion von Ereignissen, kapert Jack letztendlich einen Linienbus, bei dessen Belagerung von der Polizei, beide verletzt werden. Es gelingt Eddie und Jack zu entkommen. Mosleys herbeigerufene Schwester Diana, eilt ihnen zu Hilfe. Jack gesteht Eddie, dass auch er in den Skandal verwickelt ist. Um Bunker zu schützen, will er nun selbst vor Gericht aussagen. Eddie wird in einem Krankenwagen versteckt und zum Busbahnhof gebracht, wo er seine Reise nach Seattle antritt.

Zwei Jahre später wird Mosley aus der Haft entlassen. Mit seiner Schwester Diana und anderen Freunden feiert er Geburtstag. Als Überraschung bekommt er eine Torte von seinem Freund Bunker. Dessen kriminelle Vergangenheit liegt nun hinter ihm. Mit seiner Bäckerei „Eddie & Jack“ startet er in eine neue Zukunft.

Fazit & Kritiken zum Action-Thriller „16 Blocks“

Schade. Es ist der Letzte seiner Action-Filme, von einem Meister seines Faches, den Regisseur Richard Donner. Mit „16 Blocks„, nahm der heute 90jährige Abschied von der Filmbranche. Und noch einmal zeigt er sein Können. Angelehnt an den Clint Eastwood Thriller „Ein Mann gibt niemals auf“, gelang es ihm gekonnt, eine dichte Filmatmosphäre zu schaffen. Angefangen von den rasanten Verfolgungsjagden, den Schießereien, die im Rahmen des Realen bleiben, steht auch eine interessante Geschichte hinter dem Film.

Die drei Protagonisten Bruce Willis, David Morse und Mos Def harmonierten perfekt miteinander. Willis spielt darin überzeugend den kranken und senilen Cop Jack, dem nach seiner Nachtschicht die Nachricht erreicht einen Gefangenen zum Gericht zu bringen. Nach einem tätlichen Angriff auf dessen Leben, muss er feststellen, dass seine Kollegen dahinterstecken. Doch er stellt sich hinter den Kronzeugen Eddie und versucht mit allen Mitteln, ihn lebend in das Justizgebäude zu bringen.

„16 Blocks“ ist ein spannend inszenierter Thriller mit einem tollen Schauspielerensemble, dass nicht an Emotionen spart. Ein Geheimtipp für Freunde des Genres Action und absolut sehenswert.

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