Die Erfindung der Liebe

Der romantische Film „Die Erfindung der Liebe“ erzählt die Geschichte der jungen Emily, die mit ihrem Freund Daniel an Geld kommen möchte. Durch Zufall gerät die junge Frau an eine Millionärin, die sich das Leben nehmen möchte. Emily verhindert dies und sieht darin eine Chance: Ihr Freund soll die Gunst der totkranken Frau gewinnen, doch durchschaut Armine das Spiel der beiden.

Dauer: 100 Min.
Jahr:
Regie: Lola Randl
Produzenten: Christine Kiauk, Herbert Schwering
Hauptdarsteller: Maria Kwiatkowsky, Sunnyi Melles, Bastian Trost
Nebendarsteller: Samuel Finzi, Mario Adorf
Genres: Drama, Romantik
Studio: COIN FILM GmbH, Red Lion S.a.r.l., Eurovideo
Sprachen: Deutsch

Durch Armine’s Familie und ihrem Arzt wird das ganze Unterfangen sehr schwierig, wohl auch, weil Armine, trotz bösem Spiel, Gefühle für Daniel empfindet, so wie er für Armine. Emily muss sich schnell etwas ausdenken, um ihren Partner nicht zu verlieren und versucht es mit einer Scheinschwangerschaft. Und auch am Filmset läuft nicht alles ganz rund, wie erhofft.

Die Erfindung der Liebe – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der Film „Die Erfindung der Liebe“ stammt von der Autorin Lola Randl und spielt hauptsächlich im nordrhein-westfälischen Leverkusen. Im Film sind viele bekannte Gesichter zu sehen, wie auch Samuel Finz, der Heinrich Ludowsky“ verkörpert und aus „Kokowääh“ bekannt ist. Ebenfalls hat sich die Drehbuchautorin, Lola Randl, in den Film eingebaut: Ihr Alter-Ego wird von der Schauspielerin Mira Partecke als Regisseurin Ada, verkörpert.

Auch Schauspielerkollege Bastian Trost, bekannt aus „Das Leben der Anderen“ ist in der Hauptbesetzung. Für einen Gewissen Humor tragen Jürgen Rißmann sowie Stefan Lampadius bei, die beide bekannt aus dem Film „Stromberg“ wurden. Der „alte Hase“ Sunnyi Melles, die bereits seit 1974 in Filmen und Serien zu sehen ist (Derrik, Tatort, Komissar Rex), bietet in ihrer Rolle als Armine von Kirsch eine unglaubliche Vielseitigkeit. Lola Randl entschloss sich, den Tod der Schauspielerin Maria Kwiatkosky zu thematisieren. Statt ein Liebesdrama entstand eine „Was wäre, wenn…?“- Situation: Was wäre, wenn die Schauspieler während des Drehs sterben?

Handlung & Story vom Film „Die Erfindung der Liebe“

Bereits 2011 wurden die Dreharbeiten des Filmes gestartet. Sie fanden ein jähes Ende, denn es kam zum tragischen Tod der Schauspielerin Maria Kwiatkowsky. Sie starb im Alter von 26 Jahren an einem Herzstilstand. Das ist natürlich auch der Grund, warum sie den Film nicht mehr beenden konnte. Aus Respekt und auch zur ehren der jungen Schauspielerin, weigerten sich die Autorin Lola Randl, sowie die Produzenten, den Filmdreh abzubrechen und das Vermächtnis Maria Kwiatkowskys nicht weiter zu nutzen.

Natürlich hätte man neu starten können. Die verstorbene Schauspielerin wird durch eine neue ersetzt und der Film noch einmal von vorn gedreht. Aber, statt die verstorbene Schauspielerin zu ersetzten, wurde das Drehbuch kurzerhand umgeschrieben. Durch diese Vorgehensweise konnten die fertiggestellten Drehs von Schauspielerin Maria Kwiatkowsky weiter genutzt werden und sie hatte immer noch eine tragende Rolle inne. Posthum erlangte sie durch diese Arbeit eine gewisse Unsterblichkeit.

Die neue Handlung, nachdem das Drehbuch leicht verändert wurde, beschreibt den Tod einer Schauspielkollegin, wo bereits am Grab über die Produktion und das Weitergehen gesprochen wird. Die Kolleginnen sind traurig. Darüber, dass die Hauptdarstellerin tot ist aber auch darüber, dass vielleicht der Film niemals zum Ende kommt. Der Film nimmt eine emotionale Fahrt auf und lädt den Zuschauer auf die Beerdigung mit ein. Hier erwarten ihn ziemlich gefühlsintensive Momente. Diese werden lediglich von dem furchtbaren Musiker, der mit untragbaren Keyboardsounds und einer extrem dünnen Stimme die Schauspielerin besingt.

Der Produzent, Norbert (Jürgen Rissmann), ersetzt die Schauspielerin durch die Praktikantin Tina, die nun den Film zu Ende drehen soll. Dabei nutzt das Team die gängige SFX-Technik, um aus der Filmpraktikantin die Hauptdarstellerin zu machen. Leider ist die Praktikantin nicht besonders talentiert. Das erschwert die Arbeiten natürlich ungemein. Hinzu kommt, dass die Filmcrew ein neues Buch schreiben muss. Die Rollen des Films müssen umbesetzt werden und trotz allen Widrigkeiten, soll er ja auch noch ein Erfolg werden.

Die Praktikantin Tina und ihr Freund wollen eine sterbenskranke Frau um ihr Geld erleichtern und lassen sich dafür einen perfiden Plan einfallen. Das wird der Unternehmerin Seitens der Familie und des Arztes versucht klar zu machen. Und wie sollte es anders kommen, auch sie hegt Gefühle für den viel jüngeren Mann, der sich seinen wahren Gefühlen nun auch nicht mehr entgegenstellen kann. Die Gefühle basieren auf Gegenseitigkeit. Und nun ist es an Tina, sich Gedanken zu machen, wie sie ihren Freund zurückgewinnen kann. Sie ist sich für nichts zu Schade, um ihren Partner zurück zu gewinnen. Das letzte Mittel ist eine erfundene Schwangerschaft, die sie Daniel präsentiert und so versucht, ihn zurückzugewinnen und vor allem in die Pflicht zu nehmen.

Fazit & Kritiken zum Film „Die Erfindung der Liebe“

Es hat einen bitteren Beigeschmack zu wissen, dass dort die reine Realität verarbeitet wurde, die Trauer, die Wut und die Verzweiflung der Schauspieler so nahe an der Wahrheit liegen, die nicht geschauspielert werden kann. Auch während des Film „Die Erfindung der Liebe“ werden Szenen der bereits entstandenen Arbeit von Maria Kwiatkowsky gezeigt, die in das neue Drehbuch eingearbeitet wurden. Dabei zeigt sich der Film stellenweise mit Selbstironie und Humor, obwohl es sich um ein schwieriges Thema handelt.

Es grenzt an eine böse Satire, sofern man von den wahren Umständen des Filmes weiß und immer mal wieder kommt der Moment, in denen sich der Zuschauer fragt „Darf ich eigentlich nun lachen?“. Komödie statt Drama und das war vermutlich auch Absicht, um die verstorbene Schauspielerin in guten Erinnerungen zu halten. „Die Erfindung der Liebe“ beschreibt die Realität des Teams und zeigt auch die Probleme, die an einem Set entstehen, sowie die Gefühle die nicht nur gespielt, sondern wirklich real sind.

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