Mit Historienfilmen in die Vergangenheit reisen

historienfilmeHistorienfilmWenn sie es gerne Filme schauen, die sie in die Vergangenheit eintauchen lassen, dann dürfte das Genre des Historienfilms genau das Richtige für sie sein. Für manche mag der Titel der Filme vielleicht etwas abschreckend sein, da es nach einer Geschichtsstunde klingt, doch weit gefehlt. Im weitesten Sinne ist mit Historienfilme gemeint, dass die Filme eben in der Vergangenheit spielen und diese auch möglichst gelungen darstellen. In den Filmen geht es also um die Ausstattungen, die den Zuschauer tatsächlich in die dargestellte Zeit zieht. Aber auch um Geschichten, die eben so zu dieser Zeit gespielt haben könnten. Darüber hinaus kann es aber ganz verschiedene Ausformungen des Historienfilms geben. Mal geht es ins Mittelalter und in die Kreuzzüge, mal auf die Schlachtfelder des antiken Roms und manchmal einfach nur ins 19. Jahrhundert und zu den dortigen Konflikten. Der Blick in diesen Filmen auf die Vergangenheit kann häufig auch viel über unsere Gegenwart aussagen.

Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika

Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika

In diesem Film wird das Leben von Albert Schweitzer dargestellt, dem berühmten Arzt, Theologen und Musiker. In Gabun hat Schweitzer das Krankenhaus Lambaréné aufgebaut, muss dafür aber immer wieder Geld sammeln und sich gegen widrige Umstände behaupten. Auch wird im Film Schweitzers Einsatz gegen die Atombombe gezeigt, womit er sich nicht nur Freunde gemacht hat. Die Hauptfigur wird gekonnt von Jereon Krabbé dargestellt, ohne dass Schweitzer überhöht gezeigt wird. Ein eindringlicher Film, der die Ehrfurcht vor dem Leben zeigt. Der Film endet mit der Vergabe des Friedensnobelpreises an Schweitzer.

Opulente Filme und Realismus

Beim Historienfilm geht es nicht alleine darum, dass der Film in der Vergangenheit spielt, sondern auch darum, dass diese dem Zuschauer nahegebracht wird. Das geschieht über die Kostüme und die Schauplätze, an denen die Geschichten spielen. Ebenso natürlich über die Dialoge und Sprachen. Es wird Bezug zu der entsprechenden Zeit genommen und versucht, diese möglichst realistisch darzustellen. Das bedeutet nicht, dass die Geschichte immer zwangsläufig auf realen Ereignissen beruhen müssen, aber sehr oft gibt es reale Geschehnisse, die als Vorlagen dienen. Das macht solche Filme enorm interessant, da sie Einblicke in Zeiten gewähren, die es so gar nicht mehr gibt. Aber es führt eben auch dazu, dass Historienfilme ganz unterschiedlich sein können.

In den fünfziger Jahren war es vor allem der Film auf der großen Leinwand, der als Historienfilm verstanden wurde. In Quo Vadis und Ben Hur ging es in langen Filmen in die Antike zurück. Noch heute gelten diese Historienschinken als wahre Klassiker. Auch die Verarbeitung der Vergangenheit ist immer wieder ein Thema der Historienfilme, die in den sechziger und siebziger Jahren ruhiger vorgetragen wurden. Seit den neunziger Jahren wurden Historienfilme wieder zu großen Blockbustern. Beispielsweise Forrest Gump, der einen Tom Hanks durch die Jahre und Jahrzehnte schickt. Oder auch Titanic, der zwar mehr als romantischer Film bekannt ist, aber freilich auf realen Ereignissen beruht. Mit Gladiator, Alexander und Königreich der Himmel wurden auch die Schlachtenfilme wieder größer und erlauben Einblicke in Welten, wie sie früher womöglich ausgesehen haben. Das verspricht für sie auf jeden Fall viel spannende Filmgefühle. Hier können sie Reviews zu entsprechenden Filmen finden und gute Empfehlungen entdecken.

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