Die Kunst zu gewinnen – Moneyball

Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ erschien am 2. Februar 2012 in den deutschen Kinos. Es handelt sich um ein amerikanisches Sportdrama aus dem Jahre 2011, welches für die Produktion sechs Oscarnominierungen erhielt. Für das Drehbuch erhielt diverse Auszeichnungen, darunter den BFCA-Award, den Preis der National Society of Film Critics, den New York-, Chicago- und Toronto-Film Critics Award.

Dauer: 127 Min.
Jahr:
Regie: Bennett Miller
Produzenten: Michael De Luca, Rachael Horovitz, Brad Pitt
Hauptdarsteller: Brad Pitt, Jonah Hill, Philip Seymour Hoffman
Nebendarsteller: Robin Wright, Chris Pratt, Stephen Bishop
Genres: Drama, Sport
Studio: Columbia Pictures
Sprachen: Deutsch

Eine erfolgreiche Saison liegt hinter dem Baseball-Team Oakland Athletics. Mit ihren Anstrengungen konnten sie sich sogar als Divisionsmeister profilieren. Allerdings scheitert die Mannschaft in den Play-offs bereits in der Vorrunde. Das ist ein herber Schlag für den Verein. Als Folge verliert das Team fast alle Top-Spieler, weil finanzkräftige Clubs diese abwarben. Wie geht das Leben bei den Baseballspielern weiter?

Moneyball – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Die Leitung der Regie oblag Bennett Miller, für das Sportdrama „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball„. Wobei sich die Handlung auf eine Länge von 133 Minuten beschränkt. Insgesamt wurde die gesamte Geschichte ohne Altersbeschränkung herausgegeben und basiert auf dem Buch „Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game“ von dem Autor Michael Lewis. Adaptiert haben Steven Zaillian, Stan Chervin und Aaron Sorkin die Geschichte. Diese verschiedenen Autoren stehen im Zusammenhang mit den vielen Änderungen bezüglich des Regisseurs.

Verantwortliche für die Produktion sind Michael De Luca, Brad Pitt und Rachael Horovitz. Dabei arbeitete das Team mit einem Budget von 50 Millionen US-Dollar, welches um mehr als das Doppelte eingespielt wurde. Zu den realen Begebenheiten sind kleine Abweichungen inszeniert worden, was der Geschichte aber nicht schadet.

Zu der Besetzung gehören: Brad Pitt (Inglourious Basterds, Mr. & Mrs. Smith) ist in der Hauptrolle als Billy Beane zu sehen. Jonah Hill spielt Peter Brand und Philip Seymour Hoffman zeigt Art Howe auf der Leinwand. In weiteren Rollen tauchen folgende Schauspieler auf: Ken Medlock, Robin Wright, Chris Pratt, Stephen Bishop, Casey Bond, Jack McGee, Vyto Ruginis, Brent Jennings und Kerris Dorsey. Im Schnitt arbeitete Christopher Tellefsen, der die einzelnen Szenen von Wally Pfister zusammenschnitt.

Handlung & Story vom Film „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“

Das Baseball-Team Oakland Athletics haben viel erreicht. Nach einer erfolgreichen Saison landen sie in der Major League Baseball und wollen sich als Divisionsmeister behaupten. Allerdings kommt es bereits in der ersten Runde der Play-offs zum Scheitern der Mannschaft, was schwere Konsequenzen nach sich zieht. Zahlungskräftige Konkurrenten ziehen durch gutes Abwerben die wenigen Top-Spieler des Clubs ab. Allerdings gibt der ehrgeizige Teammanager Billy Beane nicht so leicht auf.

Billy setzt erst bei den Geldgebern, die Clubbesitzer des Oakland Athletics-Teams, an. Mit etwas Geduld möchte er die Geldgeber zu mehr Transferspielraum bewegen. Doch dabei stellt er fest, dass der Verein in einer Sackgasse steckt. Eine Idee muss her und die heißt Sabermetrics. Es ist ein computergestütztes Statistikverfahren, um das Team neu zu besetzen. Diese Vorgehensweise stößt auf heftigen Widerstand durch die clubeigenen Scouts, des Wortführers Grady Fuson sowie des Trainers Art Howe. Zur Unterstützung beruft Billy sich auf den jungen Yale-Absolventen, Baseballfan und Computernerd, Peter Brand. Die beiden Männer verpflichten Spieler, die auf Grundlage des klassischen Auswahlverfahrens noch nicht bewertet wurden. Deswegen sind die Spieler noch günstig zu erwerben.

Als die ersten Spiele der neuen Saison beginnen, sieht es so aus, als ob der Plan nicht aufgeht. Das Team, Oakland, verliert einige Spiele in Folge. Worauf die Medien über die Innovation von Beane herfallen. Es wirkt, als hätten die vereinsinternen Kritiker recht gehabt. Deswegen ignoriert der Trainer Howe die angedachten Aufstellungen von Beane, weil er sich um seinen Ruf Sorgen macht. Stattdessen setzt der Trainer auf die alteingesessenen, verbliebenen Spieler.

Während dieser Zeit werden Beane und Brand von Selbstzweifeln geplagt. Aber sie halten trotzdem eisern an ihrer Strategie fest. Schließlich verkauft Beane einige Stammspieler, weil Howe zu einem Aufstellungswechsel gezwungen werden soll. Tatsächlich ist dies der Wendepunkt für die Athletics, denn nun starten sie und gewinnen die Spiele. Für alle völlig überraschend gipfelt die Erfolgsserie sogar in einem neuen historischen Ligarekord, 20 Siege in Folge für das Team. Das perfekte Szenario zum Wetten lernen. Jedoch scheitert Oakland, wie in der Vorsaison, in der ersten Knock-out-Runde.

Völlig frustriert sieht Beane seinen Einfall als gescheitert. Daraufhin bekommt er ein Angebot von einem renommierten Club, die Boston Red Sox. Die sind von der geleisteten Arbeit begeistert und bietet Beane den General-Manager-Posten an, inklusive eines astronomischen Gehalts. So kommt Beane zur Besinnung und lehnt das Angebot ab, woraufhin er sich weiter um Oakland kümmert.

Abspann: Die Red Sox haben, ohne Beane, trotzdem das Moneyball-System adaptierten. Als Ergebnis konnten sie so zum ersten Mal die World Serie gewinnen.

Fazit & Kritiken zum Film „Moneyball – Die Kunst zu gewinnen“

Brad Pitt zeigt in „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball„, warum er zu Recht an der Spitze der Schauspieler steht. Er spielt im Film den Manager des vergleichsweise armen Proficlubs. Dies klingt unspektakulär, aber aufgrund der tollen Arbeit von Pitt wird diese Rolle zum Ereignis, denn er verkörpert die Person mit so viel Leidenschaft und Charisma, dass der Zuschauer ihm gerne folgt und von den Ideen überzeugt ist. Leider gab es für diese Leistung keinen Oscar, obwohl es verdient gewesen wäre. Auch leistet Jonah Hill herausragende Arbeit. Der, eher auf komische Rollen festgelegte Mime, stiehlt Brad Pitt als scheuer Statistik-Nerd, gewinnt durch den Film ein stattliches Selbstbewusstsein, etliche Szenen.

Sobald ein Buch als Film adaptiert wird, entstehen zwei mögliche Perspektiven. Entweder halten sich die Filmemacher an die Handlung aus dem Buch oder es entsteht eine eigene Geschichte. Bei „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ war dies eine entscheidende Frage, denn ein guter Handlungsstrang oder die Art von Drama für einen Film lag nicht vor. Somit ist es für viele Zuschauer eine angenehme Überraschung, dass dem Regisseur und den Drehbuchautoren das Unmögliche gelungen ist.

Fazit: Die Handlung findet fast ausschließlich abseits des Feldes statt, aber es ist einer der besten Sportfilme überhaupt. So ist „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ auch etwas für Baseballmuffel.

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