Shut In (Film)

Der Film Shut In erzählt von der Psychologin Mary, deren Mann vor Kurzem bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Mit dem Verlust hat sie schwer zu kämpfen und der einzige Grund für sie um weiterzuleben, ist die Pflege ihres Stiefsohnes, der ebenfalls im Unfall verwickelt war und nun vollständig gelähmt ist. Den einzigen Kontakt pflegt sie über gelegentliche Videochats zu ihrem Kollegen Dr. Wilson.

Dauer: 91 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Farren Blackburn
Produzenten: Sylvain Proulx, Claude Léger
Hauptdarsteller: Naomi Watts, Oliver Platt, Jacob Tremblay
Nebendarsteller: Charlie Heaton, David Cubitt, Ellen David
Genre: Thriller
Studio: EuropaCorp, Lava Bear Films, Transfilm International
Sprachen: Deutsch, Englisch

Nach einiger Zeit beschließt Mary, den Waisenjungen Tom aufzunehmen. Jedoch verschwindet dieser bereits am ersten Abend und hinterlässt eine verzweifelte Mary. Fortan wird sie von Albträumen und Schlafproblemen geplagt und auch im Haus geschehen furchteinflößende Dinge. Hat das alles mit Tom zu tun oder steckt doch jemand anderes dahinter?

Shut In – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Der französisch-kanadische Thriller Shut In wurde 2016 unter der Regie von Farren Blackburn gedreht. Das Drehbuch zu diesem Film wurde von der britischen Autorin Christina Hodson verfasst. Dieses Konzept steht bereits seit dem Jahr 2012 auf der sogenannten „Black List“, einer Liste von unverfilmten Drehbüchern. Lava Bear Films und EuropaCorp waren an der Produktion des Filmes beteiligt, das Budget belief sich auf rund 10 Millionen Dollar.

Am Film beteiligt waren die Stars Naomi Watts, sowie Oliver Platt. Des Weiteren bestand die Filmcrew aus Charlie Heaton, David Cubitt, Jacob Tremblay und Clémentine Poidatz. Bei der Produktion waren außerdem Claude Léger und Sylvain Proulx beteiligt. Für die Musik war Nathaniel Méchaly zuständig. Kamera und Schnitt lag in den Händen von Yves Bélanger, Baxter und Maryline Monthieux. Gedreht wurde der Film im Jahr 2015 in Québec und lief erstmalig im November 2016 in den Kinos.

Handlung & Story vom Film Shut In

Der Film Shut In handelt von der in Maine lebenden Psychologin Mary Portman, die bei einem tragischen Autounfall ihren Mann verliert. Auch ihr Stiefsohn Stephen ist in diesem Unfall verwickelt. Gelähmt und stumm bleibt dieser zurück und es liegt an Mary, sich um diesen zu kümmern. Den einzigen Kontakt, den Mary pflegt, ist zu ihrem Kollegen Dr. Wilson, und das nur über gelegentliche Videokonferenzen.

Einer ihrer Patienten, der neunjährige Tom, bricht eines Nachts in ihr Auto ein. Mary hat Mitleid mit dem tauben Jungen und beschließt daher, ihn bei sich zu Hause aufzunehmen. Jedoch bereits am ersten Abend verschwindet der Junge spurlos und kann trotz Fahndung der Polizei nicht gefunden werden.

Nach dem Verschwinden von Tom kommt es immer wieder zu merkwürdigen Ereignissen bei Mary zuhause. Die Psychologin geht mittlerweile davon aus, dass hinter diesen Vorkommnissen der Junge steckt. Sie hat oft das Gefühl, ihm hin und wieder im Dunkeln zu begegnen. Eines Nachts findet Mary ihren Sohn Stephen nicht im Bett vor, und am nächsten Tag weist dieser kleine Kratzspuren an seiner Wange auf. Sie kontaktiert daraufhin ihren einzigen Kontakt Dr. Wilson, der unter anderem auch ihr Therapeut ist. Dieser kann ihr jedoch nicht ganz glauben und tut alles als Parasomnie ab, eine Verhaltensauffälligkeit, die meist nur im Schlaf auftritt.

Nachdem die Bewertung des Bluttestes jedoch gewisse Anomalien aufweist, wirft Dr. Wilson Mary vor, die Medikamente selbst konsumiert zu haben. Die Psychologin streitet dies jedoch ab. Bevor Mary jedoch die Videokonferenz beenden kann, bemerkt Dr. Wilson, dass Stephen im Hintergrund seinen Rollstuhl verlässt. Er sieht nun ein, dass Marys Sorgen nicht ganz unberechtigt waren und versucht sie noch zu warnen, jedoch ist es bereits zu spät. Aufgrund des starken Schneesturms bricht das gesamte Kommunikationsnetzwerk zusammen. Er macht sich daher selbst auf den Weg um Mary zu retten.

Zur selben Zeit trifft Mary Tom und Stephen im Keller an. Letzterer schlägt sie ohnmächtig und fesselt sie in der Badewanne. Er erklärt ihr, dass er die Lähmung nur vorgetäuscht hatte, damit sie ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt. Um seine Lüge nicht auffallen zu lassen, hat er auch Tom im Keller eingesperrt, da dieser ihn gesehen hatte. Zu guter Letzt gesteht Stephen, dass er außerdem für den Unfall seines Vaters verantwortlich sei, weil er Mary ganz für sich haben wollte.

Während eines Momentes der Unaufmerksamkeit gelingt es Mary, sich zu befreien. Auch Dr. Wilson trifft mittlerweile am Grundstück ein, wird jedoch kurz darauf von Stephen erstochen. Es kommt zu einer heißen Verfolgungsjagd zwischen Stephen, Tom und Mary. Erst mit einem Trick gelingt es Mary, Stephen zu täuschen und zusammen mit Tom im Wald zu entkommen. Jedoch ist dies nicht von langer Dauer, denn Stephen ist den beiden nach wie vor auf der Spur und versucht, Tom in einem nahegelegenen See zu ertränken. Mary schafft es jedoch, Tom zu retten, indem sie Stephen mit einem Hammer erschlägt.

Am Ende des Films sieht man nur noch eine Szene, in der Mary und Tom zu einer Adoptionsbehörde fahren.

Fazit & Kritiken zum Film Shut In

Geschrieben von Christina Hodson und inszeniert von Farren Blackburn hätte Shut In zwar ein sehr gutes Potential, was aber leider nicht genutzt wird. Es sind deutliche Schwächen in der Handlung und Dramaturgie vorhanden. Auch die hin und wieder eingeführten Jump Scares schaffen es leider nicht wirklich, Spannung zu erzeugen.

Die 90 Minuten Filmgeschehen fühlen sich daher relativ lang an, bis im letzten Teil des Filmes dann der vollkommene Wahnsinn ausbricht. Dass es in dem Film danach noch zu einem Happy-Ending kommt, hätte kaum jemand gedacht.

Shut In ist daher ein sehr unglaubwürdiger Psychothriller, der zwar ein gewisses Potential hätte, welches jedoch nicht genutzt worden ist. Außerdem weißt der Film einige dramaturgische Schwächen auf, die auch mithilfe der sehr guten Darstellung von Naomi Watts und Jacob Tremblay nicht besser geworden sind.

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