Till Eulenspiegel (Film)

Der Film Till Eulenspiegel erzählt über den populären Spaßmacher, Töpfer und Tiller Eulenspiegel, der geschickt die dumme Gier des Lübecker Bürgermeisters Klaas Wüllenwever entlarvt, der die Demütigung rächen will, um seine erschütterte Autorität im Stadtrat wieder herzustellen. Während er ein Mandat des Generalbevollmächtigten für den Krieg fordert, das die wichtigsten Rivalen der Hansestadt, darunter das dänische Reich und die niederländische Republik betrifft. Als eine Falle nimmt Klaas Tills Freundin, Kathrin gefangen, während seine Soldaten den schwer fassbaren Verkleidungsmeister Till jagen aber nicht zu fassen bekommen. Kathrin schickt Till ihre übermütige, aber einfallsreiche Tochter Marie, die aus dem Nonnenheim entkommt, um Till als „ihren Helfer“ um ihre Mutter zu aus dem Kerker zu befreien. Mit einem waghalsigen Plan, Kopernikus ‚Hauptschlüssel zu bekommen, kehren sie nach Lübeck zurück, wo Tills und die Leben der anderen für immer verändert werden sollen.

Dauer: 116 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Jahr:
Regie: Christian Theede
Produzenten: Elke Ried
Hauptdarsteller: Jacob Matschenz, Anna Bederke, Jule Hermann
Nebendarsteller: Devid Striesow, Peter Jordan, Sebastian Kaufmane, Katja Danowski, Hedi Kriegeskotte, Timo Dierkes, Peter Heinrich Brix, Dirk Martens
Genre: Kinder & Familie
Studio: ZieglerFilm, Splendid
Sprachen: Deutsch

Till Eulenspiegel – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Einige Charaktere haben Ähnlichkeiten mit historischen Charakteren des 16. Jahrhunderts in Deutschland. Klaas Küllenwever, der im Film der Bürgermeister von Lübeck spielt, ist eine Anspielung auf den echten Lübecker Bürgermeister Jürgen Wullenwever von 1533 bis 1535, der auch seinen Krieg gegen andere Länder finanzieren wollte, indem er den Kirchenschatz aus Gold schmolz. Professor Nicolaus Kopernikel aus Erfurt ist eine Anspielung auf den Astronomen Nikolaus Kopernikus, der wie der Charakter den Heliozentrismus entdeckte, aber nie in Erfurt lebte.

Als Eulenspiegel sich als Maler ausgibt und dem Lübecker Bürgermeister „seine“ Bilder zeigt, zeigt er auch Rembrandts „Mann mit dem goldenen Helm“ und „Die Nachtwache“. Diese Gemälde wurden im 17. Jahrhundert gemalt, während der Film deutlich im 16. Jahrhundert spielt.

Eulenspiegel wird von Jacob Matschenz gespielt. Man kennt ihn vielleicht aus dem Film „Die Welle“. Der Bürgermeister wird von David Striesow gespielt, einem ebenfalls sehr bekannten deutschen Schauspieler. Der Rest der Besetzung ist nicht allzu bekannt. Der Regisseur des Films ist Christian Theede und es ist bei weitem nicht der erste Märchenfilm, den er für das Fernsehen gemacht hat. Ähnliches gilt für Dieter und Leonie Bongartz, die ungewöhnliche Kombination eines Vater-Tochter-Autorenduos.

Handlung & Story vom Film Till Eulenspiegel

Der Verkleidungskünstler Till Eulenspiegel lebt mit seiner Jugendliebe Kathrin und deren Tochter Marie in Lübeck. Dort müssen sie wie viele andere Bürger auch den machthungrigen Bürgermeister Wüllenwever ertragen. Till erlaubt sich einen großen Spaß mit dem strengen und ernsten Mann indem er Gemälde anfertigt, die diesen bloßstellen. Wütend lässt der Bürgermeister Till verfolgen. Auf der Flucht landet er in Kathrins Wohnung, die es schafft den Bürgermeister und sein Gefolge zu narren, weshalb er Kathrin in den Kerker werfen lässt. Ihre ruhige und kluge Art hat ihr hier keinen Vorteil verschaffen können.

Marie, Kathrins Tochter schneidet sich aus Trauer die Zöpfe ab. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg um ihre Mutter aus den Fängen des Bürgermeisters zu retten. Hier geraten sie immer wieder in einen Hinterhalt und müssen ihre Verfolger auf clevere Art und Weise abschütteln. Marie, die sich mit der Befreiung ihrer Mutter auseinandergesetzt hat weiß, sie benötigen einen Schlüssel (den sie nur in Erfurt bekommen können) und ein Arzneimittel, welches die Wachen einschläfern soll. Mit einem Esel machen sie sich auf den Weg, den Schlüssel zu holen. Dem Erfurter Professor, der auch den Schlüssel anfertigt, zeig er den Esel, den er zuvor von einem Zauberspruch befreit hat. Dieser ist nun in der Lage zu lesen. Als Gegenleistung erhalten sie den Schlüssel von Professor Kopernikel.

Auf dem Wer zurück werden sie dann doch gefangengenommen, doch Till kann sich und Marie mit einem Dietrich befreien. Damit ihre Flucht nicht überstürzt erscheint und sie nicht gleich wieder gefunden werden, verstecken die beiden sich in einer Bäckerei und helfen bei den Vorbereitungen.

Weiter verfolgt fliehen die beiden nach Schwerin, wo sie eine Äbtissin treffen, die ihnen die nötige Arznei zusammenbraut. Aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen Marie und Till macht sich diese alleine auf den Weg nach Lübeck, wird aber von Wüllenwevers Soldaten gefangen genommen. Um nicht weiter aufzufallen verkleidet sich Till als Wanderheiliger, so erhält er auch Zugang zum Bürgermeister der an einem Husten erkrankt ist. Ohne das Wissen der Kirche hat der Bürgermeister unterdessen den gesamten Kirchenschatz einschmelzen lassen, um für den bevorstehenden Krieg neue Truppen zu kaufen. Till der nun der persönliche Arzt des Bürgermeisters ist, klaut seinen Schlüsselbund zu Kathrins Verlies.

In der Zwischenzeit ist es Marie gelungen die Wachen mit der Arznei zu betäuben und mit dem Dietrich die Kerkertüren zu öffnen. Sie findet Kathrin zuerst und beide feiern ein inniges Wiedersehen. Kathrin erklärt Marie nun auch, dass Till ihr Vater sei. Till wird indes von den Soldaten gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Um Till zu retten entlarven sie das Vorhaben des Bürgermeisters in aller Öffentlichkeit was dazu führt, dass sich das gemeine Volk gegen den barbarischen Wüllenwever auflehnt. Damit vereiteln sie dessen Pläne und retten Till.

Fazit & Kritiken zum Film Till Eulenspiegel

Im Allgemeinen ist der Film weniger ansprechend, als viele andere Märchen. Zudem ist die Dauer von zwei Stunden für ein solches Märchen sehr lang angesetzt, weshalb sich der Film an vielen Stellen einfach sehr zieht. Man darf annehmen, dass das kleine Mädchen fast so viel Zeit auf dem Bildschirm hatte wie Eulenspiegel, um den Film für ein jüngeres Publikum so interessant wie möglich zu machen. Der Zusatz des niedlichen Hundes unterstützt diese Annahme noch mehr. Eulenspiegels wilde Gymnastik war auch auf eine schlechte Art ziemlich lächerlich und leider gar nicht humorvoll, wie wohl vom Regisseur beabsichtigt.

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