Die eigene IP-Adresse herausfinden » So funktioniert’s!

Die eigene IP-Adresse herausfinden ist nicht kompliziert, selbst wenn sie vielleicht kein Experte auf dem Gebiet der Computer und Betriebssysteme wie Windows 7, 8 oder 10 sind, so haben sie sicherlich schon etwas von der IP-Adresse gehört. Der Begriff fällt häufiger, wenn es um das Internet geht, bezeichnet aber im Grunde eine Sache, die generell mit Netzwerken zusammenhängt. Die IP-Adresse ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Adresse, da sie einen Computer eine Bezeichnung gibt, sodass dieser von anderen Computern erreicht werden kann. Ohne IP-Adressen wäre das heutige Internet in dieser Form nicht möglich. Erfahren sie in diesem Artikel mehr zum Thema und wie sie ihre eigene IP Adresse herausfinden können.

Was ist die IP-Adresse?

Ein Datennetzwerk kann sowohl lokal, als auch global bestehen. Also beispielsweise wenn mehrere Rechner im eigenen Haus miteinander vernetzt sind oder ein Computer an das Internet angeschlossen ist. Ein solches Netzwerk funktioniert über Adressen, die den Geräten zugeteilt sind. Auf diese Weise können Daten hin- und hergeschickt werden. Ohne solche Adressen könnten Daten nicht ankommen, wie auch Briefe eine Adresse zur Zustellung brauchen. Wenn sie im Internet surfen, wird beim Aufruf einer Seite auch immer ihre IP-Adresse mitgesandt, da sie so erst die Daten erreichen können.

Die Bezeichnung IP steht für “Internet Protocol”. Dabei handelt es sich um einen Netzwerkstandard, auf den man sich international geeinigt hat. Im Grunde wird also beim Austausch von Daten über Netzwerke dieselbe Sprache genutzt. Wäre das nicht der Fall, würde es gar nicht funktionieren. Entsprechend braucht jedes Gerät im Internet auch eine eigene IP-Adresse. Das gilt also nicht nur für Computer, sondern beispielsweise auch für Internet-Telefone oder andere Technik Geräte die mit dem Internet verbunden sind.

Wie funktionieren IP-Adressen und was ist meine IP-Adresse?

Nun sehen IP-Adressen natürlich anders aus als beispielsweise Wohnadressen. Die Form lässt sich anhand eines bekannten Beispiels verdeutlichen. 192.168.0.1 ist eine IP-Adresse, die nach dem Standard IPv4 funktioniert. Alle vier Zahlen dieser IP-Adresse liegen zwischen 0 und 255, dazwischen gibt es jeweils einen Punkt. Das ist für lange Zeit praktisch gewesen, mittlerweile kommt dieser Standard aber an seine Grenzen, da damit nicht genügend eigenständige Adressen generiert werden können. In der Folge wurde der Standard IPv6 entwickelt, der größere Zahlen ermöglicht und aus acht Blöcken besteht. fe80:0010:0000:0000:0000:0000:0000:0001 ist ein Beispiel dafür. Eine kürzere Form davon wäre fe80:0010::1, da die Nullen-Kette auch mit einem Doppelpunkt verkürzt werden kann. Dank des neuen Standards gibt es mittlerweile immer mehr IP-Adressen.

IP Adressen werden automatisch zugewiesen

Automatisch einen IP Adresse zuweisen lassenWenn sie zu Hause mit dem Computer in das Internet wollen, müssen sie sich nicht selbst eine IP-Adresse zuordnen. Das wird praktischerweise automatisch erledigt, wenn sie über einen Router surfen. Der Router nimmt dank der Einstellungen automatische Konfigurationen vor und weist jedem Gerät im Netzwerk eine eigenständige IP-Adresse zu. Das sind die sogenannten „internen IP-Adressen“, die in Ihrem Heimnetzwerk an alle angeschlossenen Netzwerkgeräte vergeben werden. Die „externe IP-Adresse“, mit der Sie und alle Geräte im Netzwerk online surfen, ist dabei eine ganz andere, aber auch diese wird automatisch vergeben. Die externe IP erhalten Sie von Ihren Internet Provider z.B. Telekom, Vodafone oder 1&1 und trägt sich automatisch im Router ein, hierfür müssen nur die Internet Zugangsdaten im Router vorhanden sein. Je nach DSL- oder Kabel-Anschluss ändert sich die externe IP alle 24 Stunden (DSL) oder alle paar Tage (Kabel). Insofern müssen sie sich in der Regel überhaupt nicht mit den Adressen beschäftigen, da alles automatisch abläuft. Dennoch kann es von Zeit zu Zeit auch notwendig sein, die eigene IP-Adresse zu kennen. Folgend können sie lesen, wie das geht.

Wie ist meine IP – am Router, in Windows 7, 8 oder 10?

Wenn sie mit einem Windows-System surfen, können sie die Eingabeaufforderung starten. Nachdem sie das getan haben, geben sie den Befehl ipconfig ein. Danach können sie im Fenster bereits ihre lokale IP-Adresse sehen. Diese IP-Adresse ist nur im lokalen Netzwerk sichtbar, also nicht von jedem im Internet einsehbar. Sie wird wichtig, wenn sie im heimischen Netzwerk Einstellungen vornehmen wollen. Diese lokale IP-Adresse ist fix, jedoch gibt es auch externe IP-Adressen, mit denen sie im Internet unterwegs sind. Unter www.meine-aktuelle-ip.de oder www.wieistmeineip.de können sie beispielsweise diese externe Adresse herausfinden.

Hat man immer dieselbe IP-Adresse?

Während die lokale Adresse fix ist, verändert sich die externe IP-Adresse jedes Mal, wenn sich ihr Router neu mit dem Internet verbindet. Diese IP-Adresse wird von ihrem Internetanbieter dynamisch vergeben, verändert sich also immer wieder. Auf diese Weise kann der Provider flexibler sein und kann mehr Kunden haben, als theoretisch IP-Adressen zur Verfügung stehen. Letztendlich ist es neben ihnen nur der Provider, der zunächst eine genaue Verbindung zwischen ihrer Adresse und ihnen herstellen kann. Viele Router verbinden sich automatisch einmal innerhalb von 24 Stunden neu, sodass sie einmal pro Tag eine neue externe IP-Adresse erhalten. Es gibt aber auch Seiten im Internet, die unter fixen IP-Adressen erreichbar sind. Das gilt beispielsweise auch für Webserver, die eben immer erreichbar sein sollen.

Die eigene IP und Datenschutz

Datenschutz bei der eigenen IP AdresseWie im richtigen Leben ist die Frage berechtigt, was diese Adresse über sie selbst aussagt. Immerhin ist die IP-Adresse eine genaue Zuordnung zu ihrem Computer, während sie im Internet surfen. Daher ist es auch immer wieder eine Frage des Datenschutzes, was mit diesen Adressen passiert. Zunächst gibt es aber Entwarnung, denn wirklich essenzielle Daten gibt es erst einmal nicht über sie zu erfahren, wenn jemand ihre IP-Adresse hat, die aber auch immer übertragen wird, wenn sie Internet-Seiten ansteuern. Darin enthalten sind vorwiegend die Informationen darüber, welchen Provider sie nutzen und in welcher Region sie sich aufhalten. Diese regionale Zuordnung muss allerdings nicht immer allzu präzise sein. Die Einwahlknoten können sich auch weit von ihrem Haus entfernt befinden.

An erster Stelle ist es der Internet-Provider, der Informationen über sie erhalten kann, da er die IP-Adresse mit dem Datenstrom abgleichen kann. Theoretisch können Provider wissen, welche Seiten sie besucht haben und was sie herunterladen, allerdings sind sie auch gesetzlich dazu verpflichtet, diese Daten zu löschen, sobald eine Internetsitzung beendet worden ist. Noch ist allerdings nicht ganz klar, wie lange die Zuordnung von Kunde zu IP-Adresse gespeichert werden muss. Das ist ein Thema, das mit der Vorratsdatenspeicherung zusammenhängt.

Kann die IP-Adresse missbraucht werden?

In Zeiten von Datenschutz und Datenmissbrauch ist die Frage interessant, ob IP-Adressen auch von Nachteil sind, wenn es um Hacker geht. Grundsätzlich kann das der Fall sein, allerdings ist die IP-Adresse alleine im Grunde kein wirkliches Einfallstor. Das liegt auch daran, dass die meisten Computer über Firewalls verfügen, sodass niemand unbefugten Zugriff auf ihren Computer haben kann, wenn er die IP-Adresse kennt. Das Risiko vermindert sich auch deshalb, da meist der Computer gar nicht das Gerät ist, das unmittelbar mit dem Internet verbunden ist. Dafür dienen Router, die als Zwischenstationen funktionieren und daher zusätzlichen Schutz bieten. Dynamische IP-Adresse erschweren einen Zugang umso mehr.

Die eigene IP-Adresse verbergen

Auf der Suche nach Anonymität im Internet gibt es auch die Möglichkeit, die eigene IP-Adresse zu verstecken – zumindest zum Teil. Dafür können Proxy-Server verwendet werden, die angesteuert werden und eine andere IP zuordnen. Beispielsweise können sie so in Deutschland mit einer IP aus den USA surfen. Zum einen macht das aber das Internet langsamer, zum anderen weiß der Provider dennoch Bescheid. Insofern ist es kein einhundertprozentiger Schutz. Eine Alternative ist das Tor Netzwerk (www.torproject.org), Tor ist ein Netzwerk zur Verbindungsdaten Anonymisierung. Eingesetzt wird es für TCP-Verbindungen und kann zum Beispiel im Internet für Webbrowsing, Instant Messaging, IRC, SSH, E-Mail oder P2P benutzt werden. Tor schützt seine Nutzer vor der Analyse des Datenverkehrs. So weiß auch Ihr Internet Provider nicht was sie tun.

Fazit zu Die eigene IP-Adresse herausfinden – Windows 7, 8 und 10

Auch wenn IP-Adressen zunächst vielleicht kompliziert klingen, handelt es sich dabei eigentlich um eine recht harmlose Sache. Die eigene IP-Adresse herausfinden ist nicht schwer und egal ob Windows 7, 8, 10 oder am Router, die IP-Adresse finden Sie schnell. Geräte im Internet bekommen IP-Adressen zugeordnet, die den Datenverkehr erst ermöglichen. Das alte Standard IPv4 Verfahren ist gängig, mittlerweile gibt es aber auch längere Adressen durch IPv6. Die lokale IP-Adresse können sie über die Eingabeaufforderung und dem Befehl ipconfig herausfinden. Die aktuelle dynamische IP-Adresse erfahren sie auf verschiedenen Seiten wie beispielsweise www.meine-aktuelle-ip.de. Das ist möglich, da alle Seiten ihre IP-Adresse erhalten, sobald sie diese ansurfen. Datenschutz beginnt erst bei der Frage, ob diese Adressen auch dauerhaft gespeichert werden.

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