Krabat – der Film

In dem Film Krabat geht es um den Jungen obdachlosen, mittellosen Krabat, der vor Kurzem seine Eltern verloren hat und versucht alleine zu überleben. Auf seiner Reise wird er von einem Mühlenwärter aufgenommen. Schnell merkt Krabat das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, scheint der Meister magische Kräfte zu haben. Nach einiger Zeit wird er in die magischen Künste eingeweiht und erhält die Möglichkeit, selbst magische Kräfte zu entwickeln. Alles hat aber seine Schattenseiten, so findet Krabat irgendwann auf tragische Weise heraus, wieso sein Meister schon so viele Jahre lebt und welche Opfer die Jungen, die insgesamt zu 12 in der Mühle arbeiten, bringen müssen. Eine düstere aber ehrliche Geschichte über das harte Leben nach dem Krieg und über die Entbehrungen, die ein unbarmherziger Meister aufzwingen kann.

Krabat – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Krabat ist ein deutscher Fantasy-Film aus dem Jahr 2008 unter der Regie von Marco Kreuzpaintner, nach einem Drehbuch von Michael Gutmann und Kreuzpaintner, basierend auf Otfried Preußlers Roman gleichen Namens. Die Geschichte handelt von einem Jungen, Krabat, der den Umgang mit schwarzer Magie von einem Zauberer lernt.

Die deutsche Besetzung ist geschmückt mit einer Vielzahl von bekannten berühmten deutschen Schauspielern, unter anderem der begabte Daniel Brühl, der es heute bereits nach Hollywood und damit zu enormem Ruhm geschafft hat. In der Rolle des Krabat sehen wir David Kross, Tom Wlaschiha (den man heute hauptsächlich als den Jaqen H’ghar aus Game of Thrones kennt) spielt den Hanzo.

Er wurde 2009 in den USA beim Seattle International Film Festival uraufgeführt und im gleichen Jahr für den Deutschen Filmpreis in den Kategorien Bestes Produktionsdesign, Beste Musik und Bestes Sounddesign nominiert.

Handlung & Story vom Film Krabat

Als die Pest nach dem Dreißigjährigen Krieg durch ganz Europa zieht, bleibt ein Junge namens Krabat ohne Familie, Nahrung oder Hoffnung ganz alleine zurück. Ein alter Mühlenwärter nimmt ihn als Lehrling auf. In der Mühle arbeiten elf andere Jungen und Krabat entwickelt eine Freundschaft mit einem von ihnen, einem jungen Mann namens Tonda. Schon bald erfährt Krabat, dass die Lehrlinge vom Meister der Mühle in die dunklen Künste der Magie eingeführt werden. Ziel ist es, sie selbst zu Meistern der dunklen Zauberei zu erziehen.

Eines der Rituale, welches sie während Ostern durchführen, führt zu einem Ausflug in das nahe gelegene Dorf Schwarzkollm, wo Krabat ein junges Mädchen trifft und sich in sie verliebt. Dort spricht Tonda auch mit einem der Mädchen. Beide scheinen in einander verliebt zu sein, das vermutet Krabat zumindest, der die beiden zufällig beobachtet. Später warnt Tonda Krabat, dass der Meister niemals den Namen seines Mädchens erfahren darf.

Eines Tages, während er das nahe gelegene Dorf vor Soldaten beschützt, macht Tonda einen Fehler und der Name seines Mädchens (Worschula) wird dem Meister offenbart. Am nächsten Tag taucht Worschula tot im Bach auf. Krabat beschuldigt fälschlicherweise Lyschko, einen anderen Lehrling des Mordes. Tonda wird zum Einsiedler und antizipiert bis zum Ende des Jahres. Krabats erstes Silvester bringt den wahren Horror der Mühle ans Licht. Jeder Silvester muss einer der Jungen geopfert werden, damit der Meister jung bleibt.

Und so wird um Mitternacht Krabats bester Freund Tonda brutal ermordet. Als Krabat ihm helfen will, wird er von den anderen Jungs abgehalten, die ihm sagen, dass „wir nichts tun können“. Bevor er stirbt, erzählt Tonda Krabat, dass es einen anderen Jungen in der Mühle gibt, dem Krabat sich anvertrauen kann. Er trägt Krabat auch auf, zwei Säcke Mehl in das Dorf zu bringen.

Krabat ist verzweifelt über Tondas Tod, tut aber, was ihm gesagt wird. Krabat bringt die Säcke mit Mehl zu einem Baum in der Nähe des Dorfes und trifft erneut das Mädchen, das er beim Schutz des Dorfes kennengelernt hat. Er ist verliebt, aber lässt das Mädchen ihm ihren Namen nicht sagen, aus Angst um ihr Leben. Stattdessen nennt er sie Kantorka. Während des Osterrituals geht er in das Dorf, um sie zu treffen, diesmal zusammen mit einem Jungen namens Juro, der geistig behindert zu sein scheint und nicht in der Lage ist, den Beruf zu erlernen oder richtig zu zaubern.

Als Juro Krabat sagt, dass sie gehen und zurück zur Mühle müssen, besteht Krabat darauf, dass er bei Kantorka bleibt. Juro nutzt dann seine Magie, um Krabat zu überzeugen mit ihm zurückzukommen und enthüllt, dass er in Wahrheit sehr intelligent und mächtig ist und sogar in der Lage dazu das Wetter zu verändern. Juro verspricht Krabat, dass er ihm helfen wird, dem Meister zu entkommen und sagt ihm, dass sein Mädchen um ihn am Silvesterabend bitten muss, damit er freigelassen wird. Krabat sagt Kantorka was sie tun muss und sie stimmt zu und gibt Krabat eine Haarsträhne. Diese dient als Zeichen für Sie, Krabat freizubitten sobald einer der Jungen ihr die Strähne aushändigt.

Wenn Krabat zurückkehrt, wird eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt. Dennoch erscheint das Mädchen in der Nacht zum neuen Jahr und bittet um Krabat. Der Meister stellt ihr eine Falle und zwingt sie, unter den verzauberten Raben den richtigen auszuwählen. Sie entscheidet sich richtig, der Bann wird gebrochen, die Mühle geht in Flammen auf und alle Jungen werden wieder zu ihrem alten Selbst.

Fazit & Kritiken zum Film Krabat

Die Stimmen zum Film waren sehr unterschiedlich. Preisen die einen die tiefgründigen, anspruchsvollen und stimmigen Szenen und die homogene Erzählstruktur, die die Stimmung des Buches hervorragend adaptieren konnte, so beschweren sich andere, dass eben diese Tiefe im Buch niemals erreicht wurde.

„Krabat“ gehört seit fast 40 Jahren zu den Klassikern der Jugendliteratur in Deutschland und man fragt sich, wieso niemand zuvor versucht hat, daraus einen Film zu machen. Eigentlich ist es gar nicht so schwer, diese Frage zu beantworten, denn „Krabat“ ist eine sehr düstere Geschichte mit grauenvollen Todesfällen, ein Ende, das eher anti-limitierend wirkt und vor allem eine unglaubliche Menge religiöser Symbolik, die es schwierig machen ihn zu vermarkten.

Eltern würden diesen Film nicht mit ihren Kindern sehen und junge Leute würden es vielleicht nicht cool genug finden. Zum Glück waren die Produzenten schlau genug, um an eine andere Zielgruppe zu denken: Erwachsene, die das Buch in ihrer Jugend lesen und seitdem von ihm verfolgt werden. Für Kinder ist der Film tatsächlich nichts, hier wurde ein Werk geschaffen, das vor allem den Lesern des Buchs gefallen wird.

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