Die blaue Lagune

Nach einem Schiffsuntergang werden die beiden Kinder Emmeline und Richard auf eine südpazifische Insel verschlagen. Mit Hilfe des Matrosen Paddy lernen sie durch Früchte sammeln, fischen und handwerkliche Arbeiten zu überleben und ein glückliches Leben zu führen. Doch nach ein paar Jahren verstirbt Paddy.

Dauer: 100 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Randal Kleiser
Produzenten: Randal Kleiser
Hauptdarsteller: Brooke Shields, Christopher Atkins, Leo Mckern
Nebendarsteller: William Daniels, Elva Josephson
Genre: Erotik
Studio: Sony
Sprachen: Deutsch

Nach dessen Tod sind sie auf sich selbst gestellt und wachsen zu Teenagern heran. Sie genießen das einfache Leben, Streiten und Vertragen sich. Aus ihrer anfänglichen kindlichen Zuneigung wird eine unschuldige und wunderbare Liebe, aus der ein Kind entsteht. Als Richard Emmeline und ihren Sohn mit zum Bananensammeln nimmt, übersieht Emm, dass ihr Sohn die giftigen Arita-Beeren pflückt und auf dem Boot versteckt. Es bahnt sich ein tödliches Drama an.

Die blaue Lagune – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Das erotisch-romantische Abenteuer „Die blaue Lagune“ aus dem Jahr 1980 wurde von dem Regisseur Randal Kleiser unter dem Originaltitel „The Blue Lagoon“ verfilmt. Als Drehorte wählte der aus „Grease“ bekannte Kleiser Nanuya Levu, Jamaika und Vanuata, Inselgruppen von Fidschi. Das Drehbuch schrieb der Oscar nominierte Autor, Produzent und Regisseur Douglas Day Steward. Die Produktion übernahm Kleiser mit Kosten von 4,5 Millionen Dollar selbst und konnte sich mit einem Einspielergebnis von 58,85 Millionen Dollar als einer der in den Kinos erfolgreichsten Filme der 1980 Jahre feiern lassen. Der amerikanische Komponist Basil Poledouris, mit griechischen Wurzeln, sorgte zudem für einen einfühlsamen Filmsoundtrack. Die Kameraführung übernahm der bekannte Spanier Nestor Almendros (Gainsbourg – Ein Mann, der die Frauen liebte), dessen Namen zwei internationale Filmpreise tragen. Als Filmeditor stand Robert Gordon zur Verfügung.

Die Hauptrollen übernahmen die damals 15jährige Brooke Shields und der 18jährige Christopher Atkins. Des Weiteren waren zusehen Leo McKern und der mehrfach ausgezeichnete William Daniels. Uraufgeführt wurde „Die Blaue Lagune“ am 20.Juni 1980 in den Kinos von Columbia Pictures mit einer Altersfreigabe von 12 Jahren und einer Lauflänge von 100 Minuten.

Handlung & Story vom Film „Die blaue Lagune“

Arthur Lestrange unternimmt mit seinen Sohn Richard und seiner Nichte Emmeline eine Schiffsreise auf der Northumberland. Nachdem ein Feuer auf dem Schiff ausbricht, versinkt es. Im dichten Nebel verlieren sich die wenigen Überlebenden, darunter auch Richards Vater, aus den Augen. Auf einem Rettungsboot können sich die beiden Kinder und der Schiffskoch Paddy nach einigen Tagen auf eine in der Nähe liegend südpazifische Insel retten. Fortan übernimmt der Raubeinige aber freundliche Galeerenkoch die Erziehung der sieben Jahre alten Kinder.

Er zeigt ihnen nicht nur den Reichtum der Insel, sondern informiert sie auch über die Gefahren, die die Insel birgt. So verbietet er Ihnen auf die andere Seite der Insel zu gehen, da er entdeckte, dass diese von Kannibalen bewohnt wird. Auch warnt er sie von den roten Arita-Beeren zu essen, da diese tödlich sind.

Nach zwei Jahren stirbt Paddy aufgrund seines Alkoholkonsums. Die beiden Kinder sind nun auf sich selbst gestellt. Aufgrund ihres Einfallsreichtums überleben die Kinder. Sie leben in einer Hütte an einem anderem Ort, ernähren sich von frischen Obst und Fisch, schwimmen und erkunden die Insel.

Emmeline und Richard wachsen zu Teenagern heran. Nie aufgeklärt über Sexualität ist es für Emmeline ein Schock, als sie ihre Menstruation bekommt. Und auch Richard bemerkt körperliche Veränderungen an sich. Schon länger fühlt er sich mit Emmeline auf eine andere Art als nur Zuneigung verbunden. Er versucht ihr näher zu kommen, doch sie weist ihn ab.

Eines Tages träumt Emmeline, dass Richard stirbt. Als sie ihm davon erzählt, kommt es zum ersten Kuss. Doch weitere Zuneigungen lässt Emm nicht zu, worauf Richard marsturbiert und dabei von ihr beobachtet wird.

Nach langen Jahren fährt ein Schiff an der Insel vorbei. Emmeline sieht das Schiff, zündet aber das vorbereitete Signalfeuer nicht an. Richard erklärt sie, da sie keine Eltern mehr habe, sei die Insel ihre Heimat, die sie nicht verlassen will.

Zudem macht sie sich über das von ihrem Cousin selbstgebaute Floss lustig, als es bei dem Versuch dem Schiff zu folgen, versinkt. Bei dem darauffolgenden Streit, indem Emm droht, Richards Vater von seiner Masturbation zu erzählen, wirft sie Richard wutentbrannt aus der gemeinsamen Hütte.

Alleine auf sich gestellt tritt Emmeline auf einen giftigen Steinfisch und droht zu sterben. Nur mithilfe der aufopfernden Pflege ihres Cousins überlebt sie. Richard gesteht ihr, dass er große Angst hatte, sie zu verlieren. Beide kommen sich näher und lernen sich lieben. Nach einigen Monaten treten bei der jungen Frau Übelkeit und Heißhunger auf. Auch verweigert sie sich Richard, da sie in ihrem Bauch unerklärliche Bewegungen verspürt.

Eines Nachts verschwindet Emmeline spurlos. Als er sie sucht beobachtet er wie auf der anderen Seite Eingeborene der Insel einen Menschen töten. Er hört seine Cousine schreien, panisch läuft er zu ihr. Sie liegt in Wehen und bringt einen Jungen zur Welt, den sie Paddy nennen.

Eines Tages sehen sie ein Schiff am Horizont. Arthur ist auf der Suche nach den beiden Kindern, glaubt jedoch als er sie über sein Fernrohr beobachtet, dass es sich um Eingeborene handelt.

Emm und Paddy begleiten Richard an den Ort, an dem sie früher mit dem Schiffskoch lebten. Die junge Frau bemerkt nicht, dass ihr Sohn die giftigen roten Beeren im Boot versteckt. Zudem übersieht die junge Mutter, dass Paddy ein Ruder in das Meer wirft. Sie driften ab. So nimmt das Unglück seinen Lauf. Richard versucht das Boot zu erreichen, wird aber von einem Hai verfolgt, wobei das zweite Paddel verloren geht. Und nachdem Paddy von den giftigen Beeren nascht, entschließt sich das junge Paar mit ihm zu sterben.

Arthur findet die kleine Familie. Doch werden sie überleben?

Fazit & Kritiken zum Film „Die blaue Lagune“

Mit „Die blaue Lagune“ gelang dem Filmemacher Randal Kleiser einen Filmklassiker in den 1980 Jahren. Eindrucksvoll und einfühlsam erzählt er die Geschichte zweier Kinder, die heranwachsen. Aus Freundschaft entwickelt sich eine tiefe Zuneigung und letztendlich eine starke Liebe. Der Kameramann Nestor Almendros schaffte es zudem mit herrlichen Unterwasser- und Tieraufnahmen, sowie mit Ästhetik das Publikum zu begeistern.

Die Kritik zum Film viel unterschiedlich aus. 1980 erschien „Die Blaue Lagune“ vielen Kritikern und Zuschauern aufgrund der Nachtaufnahmen als skandalös und teilweise sogar pädophil. Die schauspielerische Leistung, der sehr jungen Brooke Shield wurde sogar mit der goldenen Himbeere ausgezeichnet. Der Schauspielkollege Christopher Atkins dagegen wurde als bester Nachwuchsdarsteller für den Golden Globe nominiert und Almendros für einen Oscar vorgeschlagen. Im modernen Zeitalter des 21. Jahrhunderts wiederum wirkt der Film für einige zu bieder und langweilig. Für viele der Zuschauer ist das romantische Drama allerdings nach wie vor ein sehenswerte Geschichte mit unglaublich schönen Naturaufnahmen.

X