Mit Historienfilmen in die Vergangenheit reisen

historienfilmeHistorienfilmWenn sie es gerne Filme schauen, die sie in die Vergangenheit eintauchen lassen, dann dürfte das Genre des Historienfilms genau das Richtige für sie sein. Für manche mag der Titel der Filme vielleicht etwas abschreckend sein, da es nach einer Geschichtsstunde klingt, doch weit gefehlt. Im weitesten Sinne ist mit Historienfilme gemeint, dass die Filme eben in der Vergangenheit spielen und diese auch möglichst gelungen darstellen. In den Filmen geht es also um die Ausstattungen, die den Zuschauer tatsächlich in die dargestellte Zeit zieht. Aber auch um Geschichten, die eben so zu dieser Zeit gespielt haben könnten. Darüber hinaus kann es aber ganz verschiedene Ausformungen des Historienfilms geben. Mal geht es ins Mittelalter und in die Kreuzzüge, mal auf die Schlachtfelder des antiken Roms und manchmal einfach nur ins 19. Jahrhundert und zu den dortigen Konflikten. Der Blick in diesen Filmen auf die Vergangenheit kann häufig auch viel über unsere Gegenwart aussagen.

A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht. [dt./OV]

A Royal Night – Ein königliches Vergnügen

Bei “A Royal Night – Ein königliches Vergnügen” kommen nicht nur Fans von Komödien voll auf ihre Kosten. Denn wer schon immer ein Faible für das britische Königshaus hatte, kann sich besonders freuen, zeigt der Film doch Königin Elisabeth II. in jungen Jahren. Der Film setzt kurz nach Ende des Krieges 1945 an und Elisabeth und ihre Schwester Margaret sollen bei den Feierlichkeiten die Stimmung des Volkes aufnehmen. Es folgt eine interessante Nacht, in der beide aus ihrer gewohnten Komfortzone herauskommen und einfach nur Spaß haben. In den Hauptrollen sind Sarah Gadon und Bel Powley zu sehen.

Das Massaker von Katyn - Special Edition (2-Disc-Set im Metal Case)

Das Massaker von Katyn

Bei "Das Massaker von Katyn" handelt es sich um eine polnische Produktion aus dem Jahr 2007, die auf wahren Ereignissen aus dem Zweiten Weltkrieg basiert. Oscar-Preisträger Andrzej Wajda führte Regie. In den Hauptrollen sind unter anderem Artur Zmijewski und Maja Ostazewska zu sehen. Der Film ist eine Umsetzung des Buches ‘Post mortem. Erzählung von Katyn’ von Andrzej Mularczyk, das auf den entsprechenden Ereignissen beruht. Für die Filmmusik zeichnete sich Krzysztof Penderecki verantwortlich. Der Film wurde für einen Oscar in der Kategorie ‘Bester fremdsprachiger Film’ nominiert.

Serena [dt./OV]

Serena

Mit "Serena" war es bereits das dritte Mal, dass Jennifer Lawrence und Bradley Cooper gemeinsam vor der Kamera standen. Davor bereits für “Silver Linings” und “American Hustle”. In ihrem dritten gemeinsamen Werk, bei dem Susanne Bier auf dem Regiestuhl saß, spielen sie das Ehepaar Serena und George Pemberton, die gemeinsam ein Holzunternehmen führen. Serena spielt dabei eine große Rolle und verdient sich schnell den Respekt der Arbeiter. Doch alles soll sich ändern, als die beiden in den Blick der Justiz geraten. Leider hat der Film kein Happy End für die beiden.

The Salvation - Spur der Vergeltung

The Salvation – Spur der Vergeltung

Eine andere Form des Westerns bekommt der Zuschauer mit “The Salvation – Spur der Vergeltung” zu sehen, in dem Mads Mikkelsen die Hauptrolle spielt. Es handelt sich um einen Film aus Dänemark, der in Südafrika gedreht wurde und in Amerika spielt. Mitte des 19. Jahrhunderts kommt dort Jon Jensen, ein ehemaliger dänischer Soldat an, und will gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn ein Leben aufbauen. Doch beide werden ermordet und für Jensen beginnt eine Tortur und die Rache an den Mördern und deren Bande. Mit dabei auch Eva Green und Jeffrey Dean Morgan.

Unbeugsam - Defiance

Unbeugsam – Für meine Brüder, die niemals aufgaben

Nicht die Action, sondern die menschlichen Schwierigkeiten stehen im Fokus des Kriegsfilms “Defiance”, der in Deutschland auch als “Unbeugsam” bekannt geworden ist. Er spielt im Jahr 1941 in Polen, das zu dieser Zeit von Deutschland besetzt wurde. Die Bielski Brüder Tuvia, Zus, Asael und Aron gehen in den Widerstand, um damit auch ihre Mitmenschen vor den Nazis zu schützen. Es beginnt eine unerbittliche Zeit, die ihre Opfer fordert. Natürlich sind auch viele Kämpfe zu sehen, aber diese wurden intensiv und eindrücklich von Regisseur Edward Zwick in Szene gesetzt.

Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes

Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes

George Lucas und Steven Spielberg haben jeder für sich schon Kinogeschichte geschrieben. Klar war also, dass bei der Zusammenarbeit ebenfalls etwas Bemerkenswertes herauskommen musste. Das Ergebnis war 1981 “Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes”. Harrison Ford übernahm die Rolle des Peitsche schwingenden Archäologen, der sich in diesem ersten Teil der Reihe auf die Suche nach der Bundeslade macht. Der Film schlug ein wie eine Bombe und erschuf damit eine der beliebtesten Filmfiguren aller Zeiten. Weltberühmt ist zudem auch der Soundtrack von John Williams, den wohl jeder mitsummen kann.

Les Misérables

Les Misérables

Die Geschichte ist weltbekannt und stammt vom französischen Schriftsteller Victor Hugo. Schon mehrfach gab es Adaptionen davon, unter anderem auch als Musical von Claude-Michel Schönberg. Das Musical "Les Misérables" wurde 2012 verfilmt und brachte zahlreiche Stars singend auf die Leinwand. Es geht um die Figur des Jean Valjean, der wegen einer Bagatelle für viele Jahre im Gefängnis saß und aufgrund eines Ereignisses geläutert ein besseres Leben führen will. Unter anderem sind Hugh Jackman, Russel Crowe, Anne Hathaway und Eddie Redmayne in die Rollen der Vorlage geschlüpft und liefern großartige Leistungen ab.

Unbroken [dt./OV]

Unbroken

Beeindruckend ist die Geschichte vom Olympia-Athleten und Veteranen Louis Zamperini, dessen Zeit in japanischer Gefangenschaft im 2. Weltkrieg im 2014 erschienenen Film “Unbroken” dargestellt wird. Der Film beruht auf der vier Jahre zuvor veröffentlichten Biografie über Zamperini von Schriftstellerin Laura Hillenbrand. Zamperini gerät in japanische Kriegsgefangenschaft, in der er viel zu ertragen hat. Dargestellt wird er von Jack O´Connell. In den Nebenrollen sind C.J. Valleroy und Domhnall Gleeson zu sehen. Am Drehbuch schrieben die Coen-Brüder mit, Regie führte Angelina Jolie. Der Film war für drei Oscars nominiert.

The Way Back - Der lange Weg [dt./OV]

The Way Back – der lange Weg

Für schwache Nerven ist dieser Film sicherlich nichts und auch keine fröhliche Abenteuergeschichte. Der Film "The Way Back - der lange Weg" erzählt die Flucht einer Gruppe Gefangener, die einem sibirischem Gefangenenlager entkommen und jetzt einen gefährlichen Weg bestreiten müssen. Ihr Weg führt sie bei Wind und Wetter bis zur Mongolei und später auch nach Indien. Eine großartige Besetzung sorgt für ein tolles Filmdrama, das unter die Haut geht. Mit dabei sind unter anderem Ed Harris, Colin Farrell, Saoirse Ronan und Jim Sturgess. Peter Weir, der schon einige Klassiker inszenierte, führte Regie.

Liberace

Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll

Michael Douglas schlüpfte 2013 in die Rolle des weltbekannten Pianisten und Entertainer. Unter der Regie von Steven Soderbergh entstand der Streifen "Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll" und ist eine Filmbiografie über Liberace. In weiteren Rollen sind Matt Damon, Scott Bakula, Dan Aykroyd, Debbie Reynolds und Rob Lowe zu sehen. Der Film setzt bereits an, als Liberace ein bekannter Pianist ist und handelt aus der Sicht der Figur Scott Thorson, der eine Liebebeziehung mit Liberace eingeht. Doch die Liebe zwischen den beiden zerbricht und es kommt sogar zu einer Gerichtsverhandlung.

Opulente Filme und Realismus

Beim Historienfilm geht es nicht alleine darum, dass der Film in der Vergangenheit spielt, sondern auch darum, dass diese dem Zuschauer nahegebracht wird. Das geschieht über die Kostüme und die Schauplätze, an denen die Geschichten spielen. Ebenso natürlich über die Dialoge und Sprachen. Es wird Bezug zu der entsprechenden Zeit genommen und versucht, diese möglichst realistisch darzustellen. Das bedeutet nicht, dass die Geschichte immer zwangsläufig auf realen Ereignissen beruhen müssen, aber sehr oft gibt es reale Geschehnisse, die als Vorlagen dienen. Das macht solche Filme enorm interessant, da sie Einblicke in Zeiten gewähren, die es so gar nicht mehr gibt. Aber es führt eben auch dazu, dass Historienfilme ganz unterschiedlich sein können.

In den fünfziger Jahren war es vor allem der Film auf der großen Leinwand, der als Historienfilm verstanden wurde. In Quo Vadis und Ben Hur ging es in langen Filmen in die Antike zurück. Noch heute gelten diese Historienschinken als wahre Klassiker. Auch die Verarbeitung der Vergangenheit ist immer wieder ein Thema der Historienfilme, die in den sechziger und siebziger Jahren ruhiger vorgetragen wurden. Seit den neunziger Jahren wurden Historienfilme wieder zu großen Blockbustern. Beispielsweise Forrest Gump, der einen Tom Hanks durch die Jahre und Jahrzehnte schickt. Oder auch Titanic, der zwar mehr als romantischer Film bekannt ist, aber freilich auf realen Ereignissen beruht. Mit Gladiator, Alexander und Königreich der Himmel wurden auch die Schlachtenfilme wieder größer und erlauben Einblicke in Welten, wie sie früher womöglich ausgesehen haben. Das verspricht für sie auf jeden Fall viel spannende Filmgefühle. Hier können sie Reviews zu entsprechenden Filmen finden und gute Empfehlungen entdecken.

X