Wissen lernen mit opulenten Bildern

dokumentationDokumentationAuch wenn Dokumentationen längst nicht das größte Publikum weltweit haben, gehören sie doch ganz fest zur Filmkultur. Dokumentationen laufen keinesfalls nur spät in der Nacht und sind trocken dargestellt. Im Gegenteil: Mittlerweile laufen große Dokumentationen auch immer häufiger im Kino. Es gibt für die Zuschauer beeindruckende Bilder zu sehen, während sie interessante und wichtige Informationen erhalten. Jede Dokumentation hat ganz verschiedene Ansprüche und behandelt alle möglichen Themen. Entsprechend ist es oft auch so, dass jeder irgendwann mal die ein oder andere Dokumentation gesehen hat. Je nachdem, woran Interesse besteht. Andere hingegen sind regelrechte Fans von Dokumentationen und können davon gar nicht genug bekommen. Glücklicherweise können Dokus auch für zu Hause auf DVD gekauft werden und jährlich erscheinen eine große Anzahl neuer Produktionen.

Bulb Fiction

Bulb Fiction – Die Lüge von der Energiesparlampe

Menschen, die sich ökologisch korrekt verhalten wollen, haben es nicht leicht. Da sprechen viele Umweltschützer von erneuerbaren Energien. In dem Fall wird die Landschaft von Windrädern verschandelt oder fördert mit der Benutzung von Biodiesel die Verödung großer Flächen in Südamerika. In dem österreichischen Dokumentarfilm lernt der Zuschauer viel darüber, ob mit dem Kauf einer Energiesparlampe […]

Planet Deutschland - 300 Millionen Jahre

Planet Deutschland – 300 Millionen Jahre

Wo die Geschichtswissenschaft sich schon in großen Zahlen wähnt, kann die Geologie nur lachen. Denn wer von Deutschland spricht, muss viele Millionen Jahre zurück gehen. Das macht auch "Planet Deutschland – 300 Millionen Jahre". Der Film zeigt, wie sich in dieser unvorstellbar großen Anzahl von Jahren überhaupt erst die Landmassen bzw. das Land gebildet hat. Wer wusste schon, dass Deutschland – oder Teile davon – mal am Äquator lag? Eine tolle Dokumentation von Stefan Schneider, die auch dabei hilft, eine neue Perspektive auf das Land und die Welt einzunehmen

Deep Blue - Entdecke das Geheimnis der Ozeane [Special Edition] [2 DVDs]

Deep Blue

In diesem Film geht es um das Meer. Doch statt einer erdachten Geschichte, hat "Deep Blue" einzig den Blick auf die Realität zu bieten. Es handelt sich um einen Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003, hinter dem unter anderem auch David Attenborough stand. Es ist im Grunde die filmische Umsetzung von “Unser blauer Planet”, einer Dokureihe der BBC. Gezeigt werden die Meere der Erde, ob nun in großer Tiefe, die Korallenriffe oder auch Lagunen. Wunderschöne Aufnahmen und viele wissenswerte Informationen machen "Deep Blue" zu einem wichtigen Film der aktuellen Zeit.

In Sarmatien

In Sarmatien

Um einen Dokumentarfilm handelt es sich bei dem Werk "In Sarmatien". Der Titel bezieht sich auf den östlichen Raum von Europa, der zwischen Ostsee und dem Schwarzen Meer zu finden ist. Heute liegen hier Länder wie Weißrussland, Moldawien und die Ukraine. Regisseur Volker Koepp nimmt den Zuseher mit auf eine Reise in diese Gegend, trifft die dortigen Menschen und redet mit ihnen über ihre Herkunft und ihre Hoffnungen für die Zukunft. Es zeigt sich, dass vor allem die Jugend die Vergangenheit hinter sich lassen will, die natürlich trotzdem immer wieder ihre Spuren aufzeigt.

Finsterworld

Finsterworld

Der Filmtitel alleine lässt viele Schlüsse darüber zu, um was für einen Film es sich handelt. Im Grunde hat "Finsterworld" verschiedene Genres in sich vereint, wozu auch Märchen zählen. Es ist ein Ensemblefilm, der mehrere Personen und Figuren in unterschiedlichen Episoden zeigt, deren Handlungen miteinander verwoben sind. Frauke Finsterwalder schrieb gemeinsam mit Christian Kracht das Drehbuch und führte auch Regie. In den Rollen sind unter anderem Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Michael Maertens und Margit Carstensen zu sehen. Es ist ein deutscher Film, der 2013 erschien.

Nach der Revolution [dt./OV]

Nach der Revolution

Es handelt sich bei "Nach der Revolution" um einen Spielfilm, der den “Arabischen Frühling” genauer unter die Lupe nimmt. 2013 erschien der Film, der vom ägyptischen Regisseur Yousry Nasrallah stammt. Das Werk behandelt die Ereignisse in Ägypten, die sich 2011 ereignet haben. Es gibt einen Aufstand gegen Hosni Mubarak. Der Film gibt interessante Einblicke und hat auch dokumentarische Elemente. Die Szenen wurden teilweise sehr spontan gedreht, um sich auch den aktuellen Ereignissen anpassen zu können. Der Film erhielt von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat “wertvoll”.

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte [dt./OV]

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

Michael Moore ist für seine direkten und unbarmherzigen Dokumentationen bekannt, für die er auch schon viele Preise gewinnen konnte. 2009 erschien die Dokumentation "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte", bei der er Regie führte und auch als Produzent verantwortlich war. Im Film wird die damalige Finanzkrise behandelt und die Leute, die dahinter stehen und dafür verantwortlich sind. Die Doku ist kritisch und zeigt, wie rücksichtslos manche Finanzjongleure und Unternehmer wirken und welche politische Zusammenhänge es gibt. Auch wird aber der Blick auf Menschen gerichtet, die unter diesen Finanzentscheidungen zu leiden haben.

Marina Abramovic

Marina Abramovic: The Artist Is Present

Wer sich etwas in der Kunstwelt auskennt, wird den Namen Marina Abramovic gut kennen. Es handelt sich um eine Performance-Künstlerin aus Serbien, die international bekannt ist. Die 1946 geborene Abramovic hat bisher viele verschiedene Projekte durchgeführt. In “Marina Abramovic: The Artist Is Present” geht es vor allem um eine Performance, bei der sie sich 2010 für neunzig Tage auf einen Stuhl im Museum of Modern Art setzte und sich Besucher ihr entgegensetzen konnten. Matthew Akers führte Regie. In der Dokumentation zu sehen ist unter anderem auch Abramovics Ex-Partner Ulay.

Yaloms Anleitung zum Glücklichsein

Yaloms Anleitung zum Glücklichsein

Wie eine Dokumentation fühlt sich “Yaloms Anleitung zum Glücklichsein” eigentlich gar nicht an, aber genau darum handelt es sich bei diesem Werk von Sabine Gisiger. Sie hat diesen Schweizer Dokumentarfilm über den Bestsellerautor und Psychiater Irvin D. Yalom gedreht. 2014 wurde der Film erstmals öffentlich auf dem Internationalen Filmfestival von Locarno vorgestellt. Yalom spricht in dem Film in verschiedenen Gesprächen über die Natur des Menschen sowie das Leben. Gelobt wurde die Doku von der Kritik, da es eben entgegen des Titels keine allzu einfache Anleitung gibt und Yalom vor allem von seinem eigenen Leben spricht.

Nightsession

Nightsession

Eine Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm kann der Zuschauer mit "Nightsession" sehen, in dem die vier jugendlichen Skater Tom, Sergio, Pacel und Jonas mit einer Kamera begleitet werden. Gezeigt wird ihr Treiben in München inmitten der Nacht. Regisseur Philipp Dettmar hat im Grunde einfach die Kamera draufgehalten, ist aber ansonsten für das lose Drehbuch und die Produktion verantwortlich. Der Film zeigt perfekt, dass das Skaten für die Jungs mehr als nur bloßes Hobby oder Zeitvertreib ist. Gezeigt wird ein besonderes Lebensgefühl, das wirklich hautnah inszeniert und dargestellt wird.

Die große Themenvielfalt von Dokumentationen

Dokumentationen haben eine sehr lange Tradition, da es sie nämlich auch schon vor dem Medium Film gegeben hat. Etwas zu dokumentieren heißt schließlich nichts anderes, als darüber Informationen zu sammeln, diese aufzuzeichnen und für andere aufzubereiten. Das gab es auch schon lange in Schriftform. Doch Wissenschaftler und Journalisten haben mit dem Medium Film ein ganz neues Instrument an die Hand bekommen, mit dem sie noch besser arbeiten können. Fortan mussten Dinge nicht nur mehr beschrieben werden, sondern sie konnten direkt dem Zuschauer gezeigt werden. Filmisch gibt es daher Dokumentationen schon so lange, wie es auch Filme gibt. Dokumentiert wurden beispielsweise auch berühmte Menschen wie Kaiser und Politiker.

Mit der Zeit haben sich Dokumentationen noch gewandelt bzw. erweitert. Für die Filmemacher ist es immer eine Gratwanderung zwischen Informationen und visueller Aufbereitung. Die Filme sollen einerseits viele Informationen enthalten und korrekt sein, aber eben auch spannend, sodass die Lust zum Thema und Inhalt geweckt wird. Daher gibt es heute ganz verschiedene Arten von Dokumentationen. Manche sehr akkurat und präzise, andere etwas reißerischer. In jedem Fall gibt es eine große Vielfalt. Dokumentationen gibt es zu allen möglichen Themen. Sehr oft gibt es Dokus zu Kriegen und Kriegssituationen. Diese sollen für Aufklärung sorgen. Das ist aber auch der Fall bei Natur- und Tierdokus, die dem Menschen dabei helfen, die Welt, auf der er lebt, besser zu verstehen. Außerdem gibt es auch Dokumentationen zu Sport, Nahrung, verschiedenen Persönlichkeiten oder auch Städten. Die Filme dienen der Wissensvermittlung und sind entsprechend vielfältig. Und auch wenn Dokus nicht immer zwangsläufig auf Spannung ausgelegt sind, können sie doch oft viel spannender als jeder Hollywood-Kinofilm sein. Daher darf so manche gut gemachte Dokumentation auch nicht in der heimischen Film- und DVD-Sammlung fehlen.

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