Enigma – Das Geheimnis

Der britischen Autors Robert Harris schrieb 1995 ein Roman, auf dessen Grundlage der Film „Enigma – Das Geheimnis“ entstanden ist. Die Briten entwickelten während des Zweiten Weltkriegs eine Maschine, welche die Funksprüche aus den deutschen U-Booten entschlüsselte. Dieses Gerät nannte sich Enigma. Film und Buch beschreiben die mühsame Arbeit des Bletchley Parks. Funksprüche zwischen den Befehlshabern der U-Boote BdU und den deutschen U-Booten kursierten im Nordatlantik.

Dauer: 113 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Michael Apted
Produzenten: Mick Jagger, Lorne Michaels
Hauptdarsteller: Stephen Dougray Scott, Dougray Scott, Kate Winslet
Nebendarsteller: Saffron Burrows, Jeremy Northam, Nikolaj Coster-Waldau
Genre: Krimi
Studio: Universum Film
Sprachen: Deutsch

Eine der Hauptdarsteller Kate Winslet erhielt beim Empire Award und beim Evening Standard British Film Award eine Auszeichnung. Dazu kam der Filmpreis in der Kategorie Feature Film Prize in Science and Technology beim Hamptons International Film Festival 2001 (HIFF).

Enigma – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Als Regisseur vom Film „Enigma – Das Geheimnis“ legte Michael Apted weniger Wert auf die historische Genauigkeit als auf eine nette, einfache Geschichte. Der fiktive Film entstand mit einer Altersfreigabe ab dem 12. Lebensjahr. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Tom Stoppard. Während der Produktion, die Mick Jagger und Lorne Michaels innehatten, wurden zahlreiche Requisiten benutzt, die aus dem Bletchley-Park-Museum kamen. Dabei handelt es sich nicht um Originale. Einige verwendete Maschinen sind Realitätsnachbauten. Über eine Länge von 119 Minuten drehte der Kameramann Seamus McGarvey in dem Chicheley Hall, im englischen Borough Milton Keynes und im Bletchley Park.

Die schauspielerischen Leistungen stammen von: Dougray Scott interpretierte Tom Jericho. Kate Winslet spielt Hester Wallace. Claire Romilly ist zu sehen als Saffron Burrows. Jeremy Northam mimt Wigram. Nikolaj Coster-Waldau bringt Jozef Pukowski auf die Leinwand. Tom Hollander erscheint als Guy Logie im Film. Der Charakter Cave wird dem Zuschauer von Matthew Macfadyen näher gebracht. Weitere Rollen werden von Nicholas Rowe, Edward Hardwicke und Anne-Marie Duff übernommen.

Handlung & Story vom Film Enigma – Das Geheimnis

Tom Jericho ist ein bekannter Mathematiker, vor einigen Monaten entließ das Unternehmen ihn, aufgrund von Erschöpfung. Nun kehrt er wieder zurück, denn er hatte einen starken Anteil an der Entzifferung der Funksprüche in den deutschen U-Booten. Die Deutschen nutzten das Verschlüsselungsverfahren Shark. In der ersten Szene steht er vor einigen Offizieren und erläutert die Funktionsweise der Enigma-Maschine. Ein Satz dringt deutlich zu allen Anwesenden durch: „Das Gerät verfügt über mehrere Milliarden Möglichkeiten.“

Erster Handlungsverlauf: Überraschenderweise haben die Deutschen auf das Stichwort „Akelei“ den Wetterkurzschlüssel geändert. Darum steht das Team vor einer großen Herausforderung, denn so einfach lassen sich die Funksprüche nun nicht mehr knacken. Deswegen können die Briten auch nicht mehr die Positionen und Pläne der Deutschen erkennen. Genau in dem Moment, als drei wichtige Geleitzüge, für England lebenswichtige Warenlieferungen von Amerika über den Atlantik, bringen soll. Ohne Standortbestimmungen kann Großbritannien ihre U-Boote nicht mehr ohne Gefahr auf Verlust vorbeischleusen.

Diese Veränderungen bringt England in eine schwierige Lage. Eine rettende Lösung stellt Tom Jericho nun dar. Seine Idee ist, dass ein Geleitzug genutzt werden soll, um die verschlüsselten deutschen Funksprüche wieder abzufangen und eine Standortbestimmung dadurch vorzunehmen. Die Briten wissen natürlich die Daten ihrer eigenen Boote, weswegen die Funksprüche fast zeitgleich identifiziert werden können. Dieser Vergleich bringt die Briten wieder weit nach vorne.

Die zweite Handlung: Die frühere Freundin von Tom, Claire Romilly, ist spurlos verschwunden. Einige im Bletchley Park verdächtigen sie, eine Spionin zu sein. Mithilfe der Mitbewohnerin und Arbeitskollegin Hester Wallace versucht Tom, ihr Verschwinden aufzudecken. In der Wohnung befinden sich mehrere nicht entschlüsselte Funksprüche. Der erste Versuch scheitert. Ziemlich spät kann Hester das Rätsel lösen. Währenddessen stoßen die beiden auf brisante Informationen. Funksprüche aus Osteuropa, die auf Befehl des englischen Geheimdienstes nicht mehr entschlüsselt werden. Tom und Hester gelingt es, die Botschaft zu entwirren.

Dabei kommt heraus, dass die Deutschen dem sowjetischen Geheimdienst auf die Füße getreten sind. Sie hatten damals das Massaker von Katyn verübt. Das Bündnis mit der Sowjetunion darf aber nicht gefährdet werden, darum sollen die Informationen unter den Tisch fallen. Der polnische Kollege von Tom, Puck, hatte mit Claire ein Verhältnis und kam so an die Informationen. Bei dem damaligen Massaker kam sein Bruder ums Leben. Jetzt versucht Puck, auf die deutsche Seite überzulaufen. Es entsteht der Gedanke, dass er aus Selbstschutz Claire ermordet hat.

Hier weicht der Film vom Buch ab: Puck kann mit dem Zug entkommen. An der schottischen Küste wartet ein deutsches U-Boot auf ihn, welches später mit ihm versenkt wird. In der Zwischenzeit hat sich Tom in Hester verliebt und sie werden ein Paar. Ein Jahr später erwarten sie ein Baby. In der letzten Szene taucht Claire wieder auf, aber Tom hat sich, für eine neue Frau entscheiden.

Fazit & Kritiken zum Film Enigma – Das Geheimnis

Ein starker Anfang, in welchem der besondere Tom und seine wichtige Arbeit erklärt wird. Danach liegt die Konzentration im Film „Enigma – Das Geheimnis“ hauptsächlich auf dem Verschwinden von Claire und die rein fachliche Zusammenarbeit von Hester und Tom. „Game of Thrones“ Fans kommen voll auf ihre Kosten, denn der polnische Mitarbeiter wird von Nikolaj Coster-Waldau gespielt, bekannt als „Jamie Lannister“. Als Gesamtpaket ist eine unterhaltsame Mischung aus Thriller, Drama und Romanze entstanden. Besondere Pluspunkte bekommt der Streifen, wenn das Hauptaugenmerk auf das Thema Enigma gelegt wird. Allerdings kommt diese Thematik ein wenig zu kurz.

Regisseur Michael Apted bringt seine Geschichte wie ein Hitchcock-Puzzle. Leider bremst diese Vorgehensweise das Tempo. Der Film kommt nicht richtig auf Touren, sodass der Zuschauer nicht komplett in den Bann gezogen wird. Die Rückblenden verhindern ebenfalls die Geschwindigkeit. Dem Zuschauer obliegt eine schwere Aufgabe, er muss viel Kopfarbeit leisten. Es gilt unterschiedliche Ideen zu verfolgen und einen messerscharfen Verstand vorzuweisen. Für die Hintergründe ist es gut, den Roman von Robert Harris gelesen zu haben. Die Spionage-Geschichte ist das Beste im Film.

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