The Forecaster

Im The Forecaster Film geht es um Martin Armstrong, der in der Finanzwelt mit seinen Vorhersagen über die nächsten Bösenchrashs viel Aufsehen erlangt. Fast alle wichtigen Börsereignisse soll er richtig vorausgesagt haben. Seine Lebensgeschichte wurde im Film „The Forecaster“ verfilmt. Inwieweit die Handlung logisch nachvollziehbar ist, soll in einer ausfühlichen Filmkritik auf den Prüfstand gelegt werden.

Dauer: 96 Min.
Jahr:
Regie: Marcus Vetter
Produzenten: Albert Kitzler, Ulli Pfau, Marcus Vetter
Hauptdarsteller: Martin Armstrong, Vicky Armstrong, Oliver Brown
Nebendarsteller: Michael Campbell
Genre: Dokumentation
Studio: Lighthouse Home Entertainment, Lighthouse
Sprachen: Deutsch

Filmdaten zum The Forcaster Film

Der Film The Forecaster wurde von Marcus Vetter, Karin Steinberger gedreht. Im Mai 2015 startete der Titel , nach zwei Jahren Produktion, in den deutschen Kinos. Martin Armstrong spielt sich in der Verfilmung selbst, ebenso mit dabei und von sich selbst gespielt, Vicky Armstrong, Oliver Brown, Michael Campbell, Larry Edelson, Tony Godin und Nigel Kirwan. Für eine realistische Darstellung der Ereignisse begaben sich die Filmemacher sogar nach Kanada, Japan und Australien. In Deutschland fand die Premier in Stuttgart am 28 April 2015 statt, in den Vereinigten Staaten bereits am 3. April. Die Basis der Handlung bilden Gespräche mit den Wegbegleitern Armstrongs und Aufnahmen aus Archiven und auch Mitschnitte aus seinen Konferenzen. Die Musik zum Film wurde von Jens Ole Huerkamp und Sven Kaiser komponiert. Unterstützt wurde die Produktion durch Ulli Pfau, der für die Eikon Media Gmbh arbeitet,auch an der Produktion von „Hunger“ beteiligt war und bereits einige internationale Auszeichnungen gewonnen hat.

Worum geht es in The Forecaster?

Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der über die Lebensgeschichte von Martin Armstrong berichtet. Dieser soll einen Computercode entwickelt haben, mit dem sich die Zukunft der Finanzmärkte voraussagen lassen soll, angeblich auf ein paar Tage genau. Der Besitz davon wurde ihm gefährlich, denn bei einigen dramatischen Börsenereignissen waren die Vorhersagen richtig. Ohne Prozess wurde er vom FBI wegen angeblichen Anlagenbetrugs verhaftet.

12 Jahre Beugehaft ein Dorn im Auge oder ein Scharlatan?

12 Jahre verbrachte Armstrong im Gefängnis unter Androhung von lebenslanger Haft. Die Handlung des Films setzt 2012 nach der Entlassung von Armstrong an. Er begleitet Martin Armstrong bei der Wiederaufnahme seiner Marktanalysekonferenzen, die teuer aber auch sehr beliebt bei seinen Fans sind und berichtet über die Leidensgeschichte von Martin Armstrong. Begonnen hat alles mit seiner Vorliebe für wertvolle Münzen. Schnell lernt er das Münzen mehr wert sein können als nur ein paar Cent. Als Münzhändler und Rohstoffanalyst verdient sich Armstrong schon im jungen Alter ein Vermögen, da war sein Interesse an der Börse bereits vorhanden. Er gründete die Firma Princeton Economics und beriet auch große Anleger zum Börsengeschehen.

Begonnen hat alles mit seiner Vorliebe für wertvolle Münzen. Schnell lernt er das Münzen mehr wert sein können als nur ein paar Cent. Als Münzhändler und Rohstoffanalyst verdient sich Armstrong schon im jungen Alter ein Vermögen, da war sein Interesse an der Börse bereits vorhanden. Er gründete die Firma Princeton Economics und beriet auch große Anleger zum Börsengeschehen. 1999 wurde Armstrong von der Republic New York Holding, einer damaligen Holdinggesellschaft der Republic National Bank of New Work und der Safra Republic Bank, wegen gewerblichen Betrugs angeklagt. Armstrong verteidigte sich im Prozess selbst zahlte umgerechnet 600000 Euro Schadensgeld und bekannte sich schuldig, da ihm der Richter mehrmals lebenslänglich angedroht hatte. Nach einer Verurteilung zu insgesamt 12 Jahren Haft, die Strafe wurde immer wieder erhöht, wurde Martin Armstrong dann 2012 freigelassen.

Fazit zu The Forecaster

Der Film lässt uns in einigen Aspekten im Dunkeln. Wer genau gegen ihn vorging, wird im Film nicht preisgegeben. Es lässt sich auch nicht beweisen, dass es sich bei den Ereignissen nicht nur um Spekulationen handelt. Die Handlung erfolgt aus der Perspektive von Martin Armstrong und ist daher auch auf seine Person zugeschnitten. Es lässt sich auch nicht leugnen, dass die Geschehnisse der Horror für die Familie gewesen sein muss. Vetters Film aber vermischt Wahres, Halbwahres und Erfundenes zu einem schwer entwirrbaren Knoten. Beweise für seine Verschwörungstheorie gibt es natürlich nicht, diese sind ja bekanntlich der Tod einer solchen Verschwörungstheorie. Seine Gegner wollten für die Dokumentation keine Stellungsnahme ablegen.

Der Sündenbock dieser Theorie ist schnell gefunden. Die internationale Finanzwelt würde für ihre zwielichtigen Zwecke Polizei, Justiz und Politik einspannen. Dass ein thailändischer Wahrsager Armstrong zu Beginn und am Schluss die Karten liest, nimmt der Handlung jedoch einiges an Glaubwürdigkeit und Nüchternheit, die bei einer solchen Dokumentation angebracht wäre. The Forecaster sollte daher auf keinem Fall als Offenbarung gesehen werden, es lassen sich jedoch einige interessante Schlüsse zum Finazgeschehen daraus ziehen.

Außerdem sind die darin gestellten Fragen nicht ganz so ungefährlich, wie es bei den meisten klugen Fragen der Fall ist. Die Antworten auf diese Fragen muss der Zuschauer allerdings selbst finden. Jedoch wird jeder von uns schon einmal ein unangenehmes Gefühl verspürt haben, wenn hohe Summen von der Politik, noch dazu mit schwammigem Hintergrund, verschoben wurden. Unterhaltungswert bietet der Film vor allem durch die Gespräche mit Wegbegleitern Armstrongs. Abschließend lässt sich sagen, manche Verschwörungstheorien haben sich im Nachhinein als richtig erwiesen, wie beispielsweise der Abhörskandal bei dem herauskam, das das Telefon von Bundeskanzlerin Angelika Merkel abgehört wurde.

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